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		<title>Die Gefahr lässt sich nicht wegklicken</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2016 14:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nikore</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://das-zob.de/wp-content/uploads/2016/09/ThankYouForCallingFilm.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1940" alt="ThankYouForCallingFilm" src="http://das-zob.de/wp-content/uploads/2016/09/ThankYouForCallingFilm-300x199.png" width="300" height="199" /></a>Wenn man einen aktuellen Kinostarter in der “google-News-Suche” nach Eingabe des offiziellen Filmtitels auch ein paar Tage nach dem “Boxoffice” (der war in Deutschland am 15.09.) gar nicht, oder nur selten findet, entsprechend offenbar keine oder nur wenige “namhafte” Tageszeitungen überhaupt eine Kritik verfasst haben, und – wie weitere Suchen nahelegen – auch die öffentlich-rechtlichen TV- und oder Radiosender auffallend laut schweigen, kommen dafür gemeinhin zwei mögliche Gründe in Betracht. Entweder: Der Film startete nur in ganz wenigen Regionalkinos. Oder: er ist schlicht zu heikel für den Mainstream. Da die Streuung von “Thank You For Calling” zum Bundesstart vorgestern zwar nicht die Üppigste war (wobei selbst von großen Sendeanstalten co-finanzierte Dokumentarfilme gemeinhin niemals auch nur im Entferntesten mit der Kopienzahl von Unterhaltungsproduktionen mithalten), <a href="http://www.ty4c.com/?page_id=9" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0066cc;">aber doch durchaus ansehnlich</span></span></a>, dürfte es im vorliegenden Fall eher an Möglichkeit zwei liegen. Denn tatsächlich birgt der Streifen zu dem (anders als bei kontroversen Dokus sonst in großen Medien gern als Alternative oder Ergänzung zu Rezensionen üblich) wohl auch kaum nennenswerte Interviews geführt wurden*, eine Menge Sprengstoff! Schließlich greift er, keineswegs substanzlos oder oberflächlich sondern mit fundiert wirkenden Studien über Zelltod und Genschädigung die Mobilfunkbranche als Ganzes an. Und die ist insbesondere auch aus Sicht zahlloser (nicht nur hierzulande generell extrem wirtschaftsfreundlicher) Politiker “too big to fail”.</p>
<p><strong>“Too big to fail”</strong></p>
<p>Selbst “to big”, als dass man endlich – seit nun bald Jahrzehnten überfällig – auch nur über EU-Kennzeichnungsregularien Verbrauchern ein unzweideutiges Hilfsmittel an die Hand gibt: Hersteller etwa ohne Wenn und Aber verpflichten, wenigstens den sogenannten SAR-Wert* des jeweiligen Produkts deutlich erkennbar auszuweisen; es also nicht reicht, in Anbetracht der Tatsache, dass manche Menschen heutzutage fast pausenlos sieben, acht Stunden das Handy am Ohr haben, viel zu lax gehaltene Grenzwerte “zu berücksichtigen”. So hätte man als Kunde wenigstens die Möglichkeit, gezielt zum aktuell geringsten Übel greifen zu können. Wobei dieser SAR-Wert, der im Übrigen auch zu sogenannten “Billighandys” aus China gemeinhin abrufbar ist (und nicht selten weitaus verbraucherfreundlicher erscheint, als bei den “original” “Marken”-Produkten mit ihren oft prominenten, also teuer bezahlten Testimonials, die einen einlullen), ohnedies nur die halbe Gefahr andeutet: treten nämlich in der alltäglichen Benutzung eines Handys schlechte Sendeeigenschaften in Richtung zur Basistation des aktiven Mobilfunknetzes auf, wird es von dieser quasi ferngesteuert, in eine höhere Sendeleis­tungs­stufe zu wechseln und strahlt somit stärker.</p>
<p>Um es aber gleich zu unterstreichen: “Thank You For Calling” ist keineswegs ein Film der Panik schürt, kein agitaorisches Machwerk! Aber er hat durchaus Schwächen im Detail. So könnten Wissenschaftler insgesamt ein wenig besser mit ihren bisherigen “Erfolgen” oder mit einer klaren Einordnung der Institute, für die sie wirk(t)en, eingeführt werden. Vor allem: der Musikteppich ist manchmal arg aufdringlich. Und klar, der Streifen ist – aber eben in bester Michael-Moore-Tradition – auch ein Stück weit “einseitig” gehalten. Aber es sollte eben offensichtlich kein halbgarer “die einen sagen so, die anderen so”-Beitrag sein. Wer der Produktion indes vorwirft, somit “eine grobe Verzerrung der Realität” zu bieten, “denn tatsächlich gibt es nur wenige Forscher, die ein Hirntumorrisiko bejahen” verkennt, dass der Film genau diesen Punkt mehrfachst anschneidet, explizit feststellt, dass die der Öffentlichkeit gemeinhin präsentierten “Studien” die Gefahren des Mobilfunks weitestgehend negieren. Aber “Thank You For Calling” zeigt dazu dann eben wirklich stringent, wie einstige Kritiker der Mobilfunkbranche durch gewisse neue Job- oder Forschungsmöglichkeiten ihre eigene, damals deutlich unabhängigere Arbeit ad absudrum reden – und wie ihnen die Argumente für eine auch nur halbwegs nachvollziehbare Erklärung des Sinneswan…pardon! …wie ihnen die Argumente für die nun diametral anderen Ergebnisse fehlen, sie verzweifelt nach Worten ringen in einem vom Filmemacher alles andere als hektisch geführten Interview.</p>
<p>In der geringen Rezeption, die die Doku von Journalist Klaus Scheidsteger bisher in Deutschland erhielt, wird mitunter auch bemängelt, dass er Experten wie Dr. Panagopoulos in seinem Film zu Wort kommen lässt, obgleich doch die beklagte Mobilfunkindustrie diesen vor dem Superior Court for the District of Columbia als “dilettantisch” zerlegt hätte, weil er “seine Versuchstiere (Fruchtfliegen)…einfach mit einem handelsüblichen Handy” befeldet hätte. Wir sind nun keine Wissenschaftler, nicht einmal besonders profunde Technikexperten, aber wir sehen einen Film stets in einer sehr kritischen Herangehensweise, versuchen – gerade wenn politische oder gesellschaftlich-soziale Fragen direkt oder auch nur indirekt eine Rolle spielen – uns mit den thematischen Hintergründen mehr als via Wiki-Einträgen ein wenig schlau zu machen: und somit ist zu “Thank You For Calling” schon mal formal festzustellen, dass er im Film behandelte handykritische Studien keinesfalls als absolute Beweise darstellt. Ohnedies erklärten die Verantwortlichen auf dem “Beipackzettel” zum Kinostart in Deutschland, dass es weniger ihr Ziel war, “ernsthaften Hinweisen auf mogliche Gesundheitsrisiken” nachzugehen, “sondern vor allem der Frage, warum diese Forschung bisher kaum in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist”. Eine absolut nachvollziehbare Frage, wenn man bedenkt, dass inzwischen auf der Welt mehr Handyverträge als Menschen existieren. Und erst recht, wenn man weiss, dass die untersuchte Branche weltweit rund 17 Billionen Dollar pro Jahr umsetzt.</p>
<p><strong>Es gelte auch die Latenzzeit zu beachten, wenn eindeutige Belege Mobilkfunk/Hirntumore Mangelware sind</strong></p>
<p>Der Film macht in seinen knapp 90 Minuten gleichwohl klar, dass es punktuell falsch ist bzw. generell verfrühter Jubel wäre, dass – wie es der Mainstream immer so gern formuliert, wenn er Leute sprechen lässt, die die eigene Denke wiederspiegeln – “zahlreiche namhafte Experten” bisher vermeintlich keinen eindeutigen Zusammenhang mit der Entstehung von Hirntumoren fanden. Schließlich ist es ja selbst beim inzwischen auch von abhängigen Wissenschaftlern nicht mehr geleugneten Zusammenhängen zwischen Zigarettenkonsum und erhöhter Sterblichkeits- und Krebsrate ja auch so: die Gefahr ist omnipräsent, sie schädigt aber einerseits de facto natürlich dann doch glücklicherweise nicht zwangsläufig jeden, der sich ihr aussetzt und andererseits sind Symptome, erste Veränderungen im Körper nicht von heute auf morgen messbar – schleichendes Gift sozusagen, Stichwort: Latenzzeit, die teils Jahrzehnte beansprucht. Die Fälle, die “Thank You For Calling” aber bereits aufbröseln kann, etwa von auffallend früh an Gehirntumoren verstorbenen Mobilfunktechnikern, die in den Staaten Vorreiter von Klagewellen gegen die Industrie waren (die perverserweise so systematisch verzögert wurden, dass von der Industrie ohnedies inzwischen angefochtene Urteile nicht mehr erlebt wurden) erscheinen in sich zutiefst schlüssig.</p>
<p>Der essayistische Film gibt im Weiteren vor allem eine Ahnung wie nicht nur von der Mobilfunkindustrie kritische Studien uminterpretiert, man könnte auch sagen Ergebnisse manipuliert werden und generell: wie Lobbyismus auf allen Ebenen fruchtet, wenn eine Gruppe um sprichwörtlich jeden Preis ein Ziel erreichen will. Die Frage, die sich durch “Thank You For Calling” wie ein roter Faden zieht: ist unabhängige Risiko-Forschung heutzutage überhaupt noch moglich? Die Antwort, die dazu im Verlauf von knapp 90 Minuten immer wieder mitschwingt, ist – Spoileralarm^^ alles andere als hoffnungsvoll.</p>
<p>Dabei zeigt sich die Doku keineswegs technikfeindlich – im Gegenteil: sie bringt klar zum Ausdruck, dass es sich im Bereich Smartphones um eine die Arbeitswelt und auch mitunter das Privatleben extrem bereichendere Technik handelt. Gleichzeitig kommt ein Berufsstand im Film viel zu kurz vor und damit insgesamt zu gut bzw. weitgehend ungeschoren davon. Jener, der alle paar Wochen insbesondere über jeden Furz rund um “Apple” mit Lobhudelgeschichten um sich schmeißt, jüngst etwa wie der Spiegel sogar regelrecht frohlockte, dass ein neues Produkt mit dem angebissenen Obstlogo fortan wohl auf einen klassischen Kopfhöreranschluss verzichten wird – der Tanz ums mitunter tatsächlich goldenfarbige “Kalb” wird von den Medien seit Jahren systematisch angestachelt. Und sicher nur zufällig zählt die Mobilfunkgruppe zu den größten Werbetreibenden…</p>
<p><strong>Mobilfunkkritiker leben mitunter gefährlich</strong></p>
<p>Bis auf eine besonders perfide anmutende, mutmaßliche Rufmordkampagne (durch das gerade in anderem Kontext erwähnte “Nachrichtenmagazin” aus Hamburg), rund um Protagonisten der “REFLEX-Studie” (zur Erforschung möglicher Schädigungen des Erbguts durch hochfrequente elektromagnetischer Felder, wie sie eben in der Mobilfunk-Technologie verwendet werden) kommt eine explizite Medienkritik in “Thank You For Calling” kaum vor. Dafür wird aber – nicht minder spannend – die teils persönliche Geschichte des Washingtoner Epidemiologen Dr. George Carlo gut abgebildet, und dabei keineswegs verschwiegen, dass der Wissenschaftler und der Filmemacher inzwischen wohl sehr gut befreundet sind. Carlo gilt als einer der ärgsten Feinde der Mobilfunkindustrie, seitdem er in den 90er-Jahren in einem 28,5 Millionen Dollar schweren Auftrag die Ungefährlichkeit der Strahlung beweisen sollte, aber letztlich unversöhnlich auf die Gefahren der Schädigung der DNA und Hirntumore bei Vieltelefonierern hinwies. Irgendwann fanden sich hier und da verleumderisch anmutende Geschichten – und das Haus des Mannes brannte unter mysteriösen Umständen nieder.</p>
<p>Fakt ist, Mobilfunk ist ein Thema, dass uns alle betrifft! Denn der überwiegende Teil der Bevölkerung – selbst kleine Kinder, bei denen “Strahlen” wohl besonders gesundheitsgefährliche Wirkungen verursachen können, da ihre Schädeldecken noch nicht “ausgereift” sind, laufen ja mitunter mit dem Handy am Ohr von und zur Schule nach Hause – verzichtet aus unterschiedlichsten Gründen darauf Telefonate (so überhaupt noch vorhanden) vom Festnetzanschluss zu führen. Aber nochmal zurück zu unserer Medienschau. Besser gesagt der Auffälligkeit, dass das Gros der hiesigen Zeitungen den Filmstart schlichtweg verschweigt: Vor zehn, zwanzig Jahren waren die Redaktionsleiter Ihrer Kulturküche noch recht naiv, was die Unabhängigkeit der deutschen Presselandschaft betraf – bis 2009 waren wir ja selbst ein Teil davon, ehe wir begannen wirklich durchweg unabhängig zu arbeiten. Wir hätten dereinst mehr als ein Jahreseinkommen darauf verwettet, dass wenigstens “ein Blatt wie die taz” eine zumindest mittelgroße Geschichte, die vielleicht gar weit über eine klassische Filmkritik hinausgeht, also sogar eher eine fundierte Hintergrundgeschichte bringt. Ein Blick auf die aktuelle Filmrubrikübersicht*** bei der traditionell grünennahen Postille liefert indes – wie etwa auch beim Tagesspiegel oder dem anderen großen Hauptstadtblatt, der Berliner Zeitung – null Treffer.</p>
<p><strong>2007 war die taz mal kritisch, heute (ver)schweigt auch sie</strong></p>
<p>Im Archiv der “taz” – und nun wird es tragikomisch – findet sich, wenn man nach dem Regisseur der Mobilfunkdoku sucht, dennoch einen Treffer. Der ist allerdings fast zehn Jahre alt – <a href="http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2007/01/30/a0131" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0066cc;">und absolut (!) lesenswert</span></span></a>. Bereits der Artikelteaser (“Die deutschen Leitmedien unterdrücken Informationen über Gesundheitsgefahren durch Mobilfunk – offenbar aus Rücksicht auf zahlungskräftige Werbekunden”) fasst den Grund, warum auch in diesen Tagen ein unbedingt sehenswerter Kinostart landauf-landab weitgehend unter den Tisch gekehrt wird, perfekt zusammen. Die Geschichte in der “taz” stammte damals vom Leipziger Medienwissenschaftler Uwe Krüger**** und beinhaltete unter anderem höchst besorgniserregende Schilderungen zum Umgang der Süddeutschen Zeitung und zweier ARD-Regionalprogramme mit dem Thema Mobilfunk, unter anderem auch eine Offenlegung von Abhängigkeiten eines damaligen Direktors des Bayerischen Fernsehens, eines gewissen Herbert Tillmann. Wie gesagt: unbedingt lesenswert! Ob die taz wohl antworten wird, wenn wir sie fragen, warum auch sie heutzutage zu jenen Medien zählt, die kritische Abhandlungen zu den Gefahren des Mobilfunks de facto unterdrückt?</p>
<p>Beachtenswert sind zu der Rezeption von “Thank You For Calling” auch noch mindestens drei weitere “Fälle”. Etwa eine größere Geschichte im <a href="http://www.profil.at/meinung/alwin-schoenberger-funkstille-handystrahlen-gefahr-film-6240187" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0066cc;">Wirtschaftsteil (!) der österreichischen Zeitschrift Profil </span></span></a>, wo krampfhaft versucht wird, kritische Dinge in die so genannte Verschwörungsecke abzuschieben und dabei von Kommentator Schoenberger offenbar gar nicht mehr gemerkt wird, wie durchschaubar absurd seine Argumentation mitunter ist. Regisseur Scheidsteger hätte es ihm zu folge versäumt, im Vorfeld eines Films über Gesundheitsrisiken nicht “zuvörderst zu fragen: Wie groß ist das Problem aus medizinischer Sicht?” Ein unabhängiger Journalist, der einen mutigen Film wie diesen macht, bei seinen inzwischen mehr als zehnjährigen Recherchen feststellt, dass die offizielle, die verlautbarte, so genannte “medizinische Sicht” punktuell gekauft scheint oder Wissenschaftler vielleicht auch “nur” aus vorauseilendem Gehorsam zu vermuteten Gefahren schweigen, soll die offizielle Darstellung anerkennen und weil diese eben erzählt “alles knorke mit den Strahlen” bzw. “Bielefeld gibt es gar nicht”, doch bitte keine Filme machen. Für alle, die es nicht gemerkt haben sollten: die letzten beiden Halbsätze stammen nicht aus dem Verriss des Alwin Schönberger, sind keine Zitate aus vorstehend verlinkten Beitrag. Und ja: wir wurden gerade bewusst sarkastisch – wenn Sie den fraglichen Text bei “profil.at” nachlesen, werden sie leicht verstehen können warum: unter anderem (!) weil in jener Auseinandersetzung mit einer Doku besonders markant “Es gibt sogar Studien, die in einzelnen Altersgruppen bei häufigem Telefonieren ein geringeres Risiko für Hirnkrebs darlegen” als gezielten Eyecatcher gesetzt ist.</p>
<p>Noch perfider: Ein Youtubevideo eines auf den ersten Blick scheinbaren Privatmanns, eines gewissen “<a href="https://www.youtube.com/watch?v=eyWTN3CY7y4" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0066cc;">Michael Wurzinger</span></span></a>“, welches in keinster Weise im Clip auch nur ansatzweise ordentlich “anmoderiert” ist oder eine erhellende Texttafel zu Beginn bieten würde: Erst im “Kleingedruckten” bzw. im Abspann wird offenbart, dass es eine Propagandaauftragsarbeit der österreichischen Mobilfunkindustrie ist, die aber bei Youtube großspurigst mit dem Wort “Faktencheck” operiert. Nicht ganz in der vorgenannten Liga spielt, aber unseres Erachtens auch zu trollig: eine Geschichte von laut Selbstdarstellung wirklich reinen Privatleuten (die aus der “Szene” der Mobilfunkkritiker ausgestiegen seien, weil sie – von uns mal einfach zusammengefasst – zuviel Humbug allerorten hätten feststellen müssen), die gar ein bereits 1994 – dereinst wohl federführend beauftragt von Motorola – entworfenes “War Game Memo” <a href="http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=61785" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0066cc;">verharmlost</span></span></a>, obgleich eben aus den im Film eingeführten Dokumenten einer PR-Agentur hervorgeht, wie systematisch auch die zurückhaltendsten Zweifler an der Unbedenklichkeit ihrer Technologie gezielt in der Öffentlichkeit verunglimpft oder andersweitig ausgebremst werden sollten. Ein Konzept, das bis heute leider trägt.</p>
<p>Fußnoten:</p>
<p>* Stichwort SAR: Bezeichnend dass der entsprechende<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spezifische_Absorptionsrate#Mobilfunkbereich" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0066cc;"> “Wikipedia”-Artikel </span></span></a>zwar technisch relativ profund erklärt, aber nicht mal ein Topic zu Kontroverse enthält, also auch nur sumerisch erwähnen bzw. querverlinken würde, dass Experten in diesem Bereich die Gefahr gravierender Hirnschädigungen, steigende Krebsraten prognostizieren</p>
<p>** eine der wenigen Ausnahmen in Deutschland: ein in einer Regionalecke der WAZ-Gruppe <a href="http://www.derwesten.de/staedte/essen/habe-ich-mein-handy-im-griff-oder-hat-das-handy-mich-im-griff-aimp-id12199064.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0066cc;">erschienenes Interview</span></span></a><br />
<span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0066cc;"><br />
</span></span>*** immerhin berichtet die taz, wenn schon nicht über den mit Abstand wichtigsten Film der Woche, aktuell wenigstens über einen weiteren sehr interessanten Kinostart, auf den wir aufgrund eines gesundheitlichen Ausfalls in unserer Redaktion anders als geplant, mit größtem Bedauern nur kurz hinweisen können: <a href="http://www.dropoutcinema.org/archive/movies/entertainment/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0066cc;">Entertainment </span></span></a>- einen Streifen, den man aushalten können muss! Der sich letztlich aber wirklich lohnt – nicht nur weil u.a. John C. Reilly mitwirkt: ein schon optisch schmieriger “Komiker” (Gregg Turkington) tingelt mit unterirdischen Witzen und mithin grundloser Publikumsbeschimpfung durch ein alles andere als attraktives Amerika – der Traum der vielen Tellerwäscher dort ist aus. Und die Groteske dazu ist zwar extrem langatmig und – bewusst! – unlustig gehalten, aber eben auch ein gekonnter Abgesang auf die ebenfalls längst zerbrochenen, aber alibimäßig noch immer hochgehaltenen Familienbande. Falschheit komm raus – du bist umzingelt!</p>
<p>**** dessen eigene Forschungen zu den engen Verbindungen zwischen deutschen “Alpha”-Journalisten und kriegstreiberischen Thinktanks bzw. auch zu Präsi Gauck, wurden vor zwei Jahren von der in letzter Zeit leider gehörig an Biss eingebüßten ZDF-Satiresendung “Die Anstalt” aufgegriffen – <a href="http://www.das-zob.de/tag/uwe-kruger/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0066cc;">der medienkritische Beitrag sollte höchstrichterlich zensiert werden</span></span></a>, die öffentlichrechtliche Sendeanstalt versteckte aber auch nach einem “Freispruch” das fulminante wie fundierte Filmchen im Giftschrank.</p>
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		<title>Die NSU Prozesstage 212 &amp; 213 im Schnelldurchlauf</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2015 12:20:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[gemeinhin veröffentlichen wir unsere Zusammenfassungen von NSU-Prozesswochen exklusiv nur in unserer facebook-Gruppe gegen Rassismus und gegen Vertuschung - um diese noch bekannter zu machen (join it!), heute aber auch mal wieder hier: Die Prozesstage 23./24.06. (212 u 213) im Schnelldurchlauf 23.06. &#8230; <a href="http://www.das-zob.de/nsu-prozesstage-23-24-06-212-213-schnelldurchlauf/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>gemeinhin veröffentlichen wir unsere Zusammenfassungen von NSU-Prozesswochen exklusiv nur in unserer <a href="https://www.facebook.com/groups/nsu.prozess/?ref=bookmarks" target="_blank">facebook-Gruppe gegen Rassismus und gegen Vertuschung</a> - um diese noch bekannter zu machen (join it!), heute aber auch mal wieder hier: Die Prozesstage 23./24.06. (212 u 213) im Schnelldurchlauf</p>
<p>23.06.</p>
<p>Dafür, dass am Vortag quer durch die deutsche Medienlandschaft bis hin zum ZDF &#8220;heute journal&#8221; aufgrund von Zschäpes erweitereter Erklärung in Sachen Ablehnungsantrag gegen RAin Sturm geunkt wurde, dass die Hauptangeklagte nunmehr (bald) &#8220;reden&#8221; könnte, waren die Zuschauerreihen am Dienstag zwar bereits eine knappe Stunde vor Verhandlungsbeginn gut gefüllt, aber letztlich doch nicht ansatzweise &#8220;ausverkauft&#8221;. Da Zschäpe aber wohl hinter den Kulissen über Zahnschmerzen berichtet hatte, brach Götzl kurz nach der Einvernahme von nur einem Zeugen erneut einen Prozesstag früh ab, lud gleich zwei geplante Zeugen ab, so dass wir nur von der Einvernahme des heute 32-jährigen <strong>Falco Kraus aus Chemnitz</strong> berichten können.</p>
<p>Götzl sprach von einem Vorfall vor einem <strong>Edeka-Markt im Dezember 1998</strong>, der Zeuge berichtete dass er sich dereinst mit anderen vor dem Konsum-Markt getroffen hätte um ins Kino zu gehen, als ihm auf beiden Seiten der Ausgangstür je eine Person aufgefallen war, einige Minuten später sei eine dritte herausgerannt, die irgendetwas unterm Arm hatte, er sei (instinktiv) hinterhergerannt, die letztgenannte Person habe sich dann zu ihm umgedreht, ihn aufgefordert stehen zu bleiben und (als er dem wohl nicht nachkam) direkt 3x geschossen, sinnigerweise die erste Kugel (&#8220;das hört man&#8221;) sei unmittelbar an seinem Kopf vorbeigerauscht, der zweite sei in seiner Brusthöhe gewesen und einer in der Wand gelandet &#8211; bis vor ein paar Jahren war dort noch das Einschussloch zu sehen, inzwischen ist der Supermarkt abgerissen. Er habe dann hinter einem parkenden Auto Schutz gesucht &#8211; die Täter seien weitergerannt/geflüchtet.</p>
<p>Im Weiteren vermischte Kraus augenscheinlich zugetragen bekommenes und oder angelesenes Wissen (von gefundenen Hülsen, gar von tschechischen Fabrikaten) mit eigenen Beobachtungen &#8211; einmal mehr stört sich der Richter auch bei diesem Zeugen nicht daran. (Es wird im weiteren Wohlleben-Verteidiger Klemke obliegen, das klar zu stellen, dass der Zeuge Hülsen nicht selber gesehen hat.) Und der Zeuge, der in persona klar eine &#8220;normale Handfeuerwaffe&#8230;von normaler Größe&#8230;Lauf leicht angeschrägt &#8221; erblickt habe, bekundete mehrfach &#8211; dem Vernehmen nach anders als er es *angeblich* vor wenigen Monaten noch der Polizei gesagt habe &#8211; dass er bestenfalls bei einem der an-der-Türsteher sicher sagen kann, dass es sich um einen Mann gehandelt habe (linkere hatte demnach eine größere statur &#8211; kräftig, &#8220;nicht im Sinne dick sonden muskulös&#8221; &#8211; rechtere kleiner, schmächtiger, rausrennnende auch relativ schmächtig) und die Person die ihn aufforderte ihnen nicht zu folgen eine eher höhere/hellere Stimme gehabt habe &#8211; aber ob das alles Männlein und oder Weiblein waren könne er nicht sagen &#8211; weil: einmal meinte er die Täter waren allesamt vermummt, dann hätten sie immerhin Seemannsmützen aufgehabt, was das Gesichtererkennen naturgemäß schwierig mache, gleichwohl hat er ein recht detailreiches Phantombild gezeichnet. Im übrigen war er zunächst vom Diebstahl von Zigarettenschachtelstangen ausgegangen, &#8220;erkannte&#8221; dann aber angeblich selbst in der Flucht-/Schussituation dass es sich um den Registrierausschub der Supermarktkasse gehandelt habe.</p>
<p>(Noch)-Zschäpe-Verteidigerin Sturm hielt ihm in der Fragerunde dann vor, dass er bei der Polizei gesagt habe, dass er &#8220;auf alle Fälle eine Männerstimme&#8221; ausgemacht habe beim Schützen war dann von Kraus ein lapidares &#8220;wenn ich das damals so gesagt habe wird es so gewesen sein&#8221; zu hören -</p>
<p>Obwohl dieser Zeuge so auftrat wie er auftrat fühlte sich NK-Anwalt Alexander Hoffmann berufen bereits wenige Minuten nach dessen Einvernahme eine 257er-Erklärung abzugeben, im Sinne nun stehe entweder im Raum Zschäpe war mit am Set, oder wenn nicht sie, dann sicher einer der Chemnitzer &#8220;88er&#8221;&#8230; und es sei nunmehr belegt, „dass das Trio (bereits kurz nach der &#8220;Flucht&#8221;, Anm. das ZOB) zum Töten von Menschen bereit war“.</p>
<p>Und zahlreiche Medien (etwa Tagesspiegel: &#8220;Der NSU-Prozess wartete am Dienstag mit einer möglichen Sensation auf: Es könnte einen weiteren Mittäter der Terrorzelle geben.&#8221; oder Spiegel: &#8220;Eine Zeugenaussage legt nahe, dass das mutmaßliche Terror-Trio zumindest bei einem Überfall einen Mittäter hatte.&#8221;) schossen sich die folgenden Stunden darauf ein, dass *jetzt* wohl bewiesen wäre, dass der NSU aus mindestens vier Personen bestand &#8211; als ob es a) für mehr als drei bis dato nicht zahlloseste Indizien gab und b) bei vom Zeugen beschriebenen drei Tätern in Chemnitzz 1998 nominell nicht Böhnhardt, Zschäpe und Mundlos ausreichend wären -</p>
<p>Randnotiz: Obwohl der Zeuge nach eigener Aussage niemals von einem Tattoo eines der Täter sprach waren ihm in einer von zwei in sich geschlossenen Bildermappen zur möglichen Täteridentifikation ausschließlich Männer mit einem tätowierten Schriftzug im rechten Halsbereich gezeigt worden.</p>
<p><strong>24.06.2015, 213. Tag</strong></p>
<p>Der Vormittag war nochmals für im Januar/Februar verhinderte Zeugen zur <strong>Keupstrasse</strong> geplant &#8211; es sollte aber an diesem Tag nur einer zum Zuge kommen. Die zweite geplante Zeugin <a href="http://www.das-zob.de/nsu-komplex-keupstrasse/" target="_blank">zum Komplex Nagelbombenanschlag </a>schaffte es nicht ins Gericht, wegen eines Schwächeanfalls sei sie ins Krankenhaus gekommen.</p>
<p>Der heute gehörte Zeuge arbeitete im Reisebüro seines Vaters, direkt gegenüber dem Friseursalon, vor dessen Schaufenster die Bombe hochging. Zur Tatzeit stand ein großer Mercedes Sprinter vor dem Geschäft, er war mit seiner Schwester im Büro, der Vater war kurz davor rausgegangen. Die Explosion habe das Glas zerstört, die hölzerne Eingangstür beschädigt. Der Lieferwagen habe vieles abbekommen, sie hätten später viele Dellen auf der Bombenseite gesehen. Körperliche Verletzungen habe er somit nicht davongetragen, nur herrschte fortan Angst: man habe sehr darauf geachtet, wer warum in die Keupstrasse kommt.</p>
<p>Anwesend waren auch zwei Sachversteändige, die zum Komplex bereits zu einem früheren Zeitpunkt Bewertungen vorgetragen hatten. Götzl las ihnen die Zusammenfassung der Aussagen zweier Zeugen &#8211; dem Vater des heutigen Zeugen und einem Friseur &#8211; vor, deren Einvernahme die Sachverständigen nicht beigewohnt hatten. Zum Schluss wiederholten diese ihre Bewertung, diese Aussagen einbezogen: während der Vater durch eine gewisse Entfernung zum Tatort relativ geschützt war, habe sich der Friseur durch seine Position im Laden in absolut akuter Lebensgefahr befunden und der Sohn des Reisebüroinhabers war der Glassplitterflut ausgesetzt, wenn auch die Nägel in seine Richtung vom Sprinter abgefangen wurden.</p>
<p>Vor der Mittagspause gab es dann einen <strong>Beweisantrag</strong> seinens des Nebenklageanwalts Langer , die Quittung einer Shell-Tankstelle aus Zwickau betreffend &#8211; Zeugen dazu würden beweisen, dass mit dem auf den 28.10.2011 lautenden, vermeintlich im Wohnmobil in Eisenach gefundenen Papier aus einer fünf Minuten Fahrzeit von der Frühlingsstraße entfernten Tankstelle knapp 16 Liter Super Benzin gekauft wurden, was nicht fürs Wohnmobil gedacht sein konnte, da dies ein Dieselfahrzeug war. Die Nebenklage möchte beweisen, dass das Abbrennen der Wohnung am 04.11.2011 kein kurzfristiger Entschlusses war, sondern spätestens einige Tage vor der eigentlichen Tat geplant war. Die Menge des besorgten Kraftstoffs liege im von verschiedenen Experten gezeichneten &#8220;grünen Bereich&#8221; &#8211; 5 bis 20 Liter.</p>
<p>Auch von der Verteidigung Wohlleben gab es Beweisanträge: 1. Sandro Tauber zu laden, der bestägtigen soll, dass Graupner Christian Kapke am Rande einer NPD-Veranstaltung ansprach und laut Meldung des V-Mannes Brandt u.a. berichtete, den Dreien gehe es gut. Laut Kapke soll Edda Schmidt den für ihn fremden Chemnitzer zu ihm geführt haben. Das bestritt Schmidt bei ihrer Aussage in München, sie wisse nichts von einem solchem Gespräch. Laut Brandts Meldung soll Graupner auch mit Tauber gesprochen haben. Die Verteidigung will beweisen, dass Wohlleben, der bei der Versanstaltung auch anwesend gewesen sein soll, keine wichtige Rolle gespielt habe, wie die Staatsanwaltschaft behauptet, sonst wäre er der Adtressat dieser Information gewesen &#8211; und nicht Kapke.  2. Wohllebens Freund Mario Brehme zu laden, der bestätige, dass es im Oktober 2000 einen Kontakt zwischen Wohlleben und zum Magazin stern gab. Das Blatt wollte Zugang zu den &#8220;Dreien&#8221; und habe angeblich 50.000 bis 60.000 DM in Aussicht gestellt, laut Meldung des V-Manns Brandt über ein Gespräch zwischen Brandt, André Kapke, Mario Brehme und Wohlleben: Wohlleben habe versucht das finanziell lukrative Treffen zu organisieren. Beim nächsten Treffen &#8211; diesmal ohne Wohlleben &#8211; wurde beschlossen, doch nicht mitzumachen, aus Angst dem THS zu schaden. Die Anwälte des NPD-Funktionärs wollen damit beweisen, dass wenn Wohlleben in die ganze Sache verstrickt gewesen wäre, so würde er allein aus Selbstschutz nicht versuchen, den Kontakt zu organisieren: zu der Zeit gab es bereits das erste NSU-Opfer und etliche Überfälle. Wohlleben habe also entweder keine Waffe besorgt oder, wenn doch, so ohne Bedenken, dass damit gemordet würde. 3. Einen Zeugen aus dem Freundenkreis des &#8211; Stichwort Ceska-Import aus der Schweiz &#8211; Mitfirmeninhabers Zbinden zu laden, der beweisen würde, dass Zbindens Waffenbucheinträge nicht vertrauenswürdig seien, weil einige Waffen mit an Firmenmitarbeiter ausgestellten Waffenscheinen an Personen verkauft wurden, die zum Erwerb sonst keine Berechtigung gehabt hätten.</p>
<p>Am Nachmittag trat dann der ehemalige <strong>Geheimschutzbeauftragte des LfV Hessen, Gerald Hess</strong>, im Zeugenstand. Es ging um seine drei Telefonate mit Andreas Temme sowie um das Steuern bzw. Verhindern polizeilicher Ermittlungen seitens des LfV.</p>
<p>Auszüge aus einem dieser Telefonate  gingen durch das Lancieren der Nebenklagevertretung der Familie Yozgat vor Monaten erst in die &#8220;Welt&#8221; und dann durch viele Medien. <a href="http://www.das-zob.de/nsu-temme-transkription/" target="_blank">Auch wir waren punktuell elektrisiert </a>(unter vorstehendem Link finden sich übrigens die offiziellen Transkribtionen durch die Polizei als pdf-Download) von “Ich sage ja jedem: Wenn er weiß, dass irgendwo so etwas passiert, bitte nicht vorbeifahren&#8221; &#8211; JETZT wo wir diesen Satz erstmals (!) nicht nur lesen sondern auch hören konnten (die vollständigen Mitschnitte wurden eingespielt, nicht nur der sep. Satz) sieht das anders aus. Der Ton macht tatsächlich die Musik und der hat wenig bis nichts mit dem zu tun, wie es die &#8220;Welt&#8221; in Audios nachsprach und verbreitete! Im Original klingt es tatsächlich eher wie ein Versuch, mit einem locker gemeinten Spruch ein schwieriges Gespräch mit Temme anzufangen. WOHLGEMERKT: dass Temme lügt, den Mord zumindest mitgekriegt hat, steht für uns trotzdem außer Zweifel, ebenso dass Kollegen und Vorgesetzte von ihm vieles dazu zumindest aktiv verschleiern! Soviel als kleiner Einschub &#8220;aus Gründen&#8221; &#8211; zurück ins OLG, zum unmittelbaren Prozessgeschehen der letzten Tage:</p>
<p>Hess &#8220;erläuterte&#8221;, mehrfach von Götzl zu dieser Formulierung nachgefragt, das was er auch schon im UA Hessen dazu sagte &#8211; u.a. es war ironisch gemeint. Aber auch nach dem Motto: hinterher sei man schlauer. Wenn Temme gewusst hätte, welche Schwierigkeiten er bekäme, hätte er einen großen Bogen gemacht, was widerum die Frage nach sich zog, dass das doch bedeuten würde, dass Temme gewusst hätte, dass an dem Ort zumindest irgendetwas geschehen würde. Es sei einfach &#8220;eine Eröffnungsklausel&#8221; gewesen, so der Zeuge daraufhin.</p>
<p>Weiter ging es um die &#8220;so nah wie möglich an der Wahrheit&#8221; Formulierung, die Hess zweimal fast hintereinander Temme gegenüber gebrauchte. Das sei so gemeint, dass er &#8211; Temme &#8211; im Rahmen seiner Vorschriften &#8211; die Wahrheit sage, &#8211; Stichwort Aussagegenehmigungen bzw -beschränkungen, die ja bei seinem damaligen Arbeitgeber Standart sind .  Keinesfalls natürlich eine Aufforderung zum Lügen&#8230;</p>
<p>Zu seiner eigenen Rolle erklärte der Geheimschutzbeauftragte, eine &#8220;Poststelle&#8221; zwischen dem Amt und der Polizei gewesen zu sein. Er habe die Fragen der Ermittler entgegengenommen, weitergeleitet und die Antworten zurück an die Polizei gegeben. Er habe nichts reinredigiert oder zurückgehalten, bekundete er auf Nachfrage der Nebenklage. Er habe versucht, die Polizei bei der Arbeit zu unterstützen, damit das unangenehme Thema für das Amt schnell vorbei war. Auf die Vorhalte der Nebenklage, die aus Vermerken der Polizisten über das gemeinsame Treffen bei der Staatsanwaltschaft zusammen mit dem LfV zitierte, er sei dagegen gewesen, die von Temme geführten Quellen von der Polizei befragen zu lassen (damals mit der Begründung, dass das zur Abschaffung der Quellen fürhren würde, also das Schlimmste was dem LfV passieren könnte: man müsse &#8220;nur&#8221; eine Leiche neben einem Verfassungsschützer platzieren, so könne man die gesamte Arbeit des LfV lahmlegen&#8230;), meinte Hess sinngemäss, dass was die Polizei (gegen Temme) gehabt hatte, sei für ihn nicht ausreichend gewesen, irgendwann sei ja auch der Vorwurf in Gänze fallengelassen worden. Zum Vorwurf der Polizei, das Amt gebe Temme Rückendeckung &#8211; wenn Temme diese Unterstützung nicht hätte, so würde er mit der Wahrheit rausrücken -, meinte Hess, er habe den Eindruck gehabt, die Polizei sei mit ihren Ermittlungen nicht weiter gekommen, und habe das als Grund vorgeschoben. Sie habe Behauptungen aufgestellt, keine Fakten geliefert &#8211; dagegen habe er sich verwahrt.</p>
<p>Weiter hielt die Nebenklage Hess vor, er erwähne in einem Telefonat Temme gegenüber, dass die Polizei wissen wolle, ob Temme bei anderen, vorherigen Taten dabei gewesen sei. Diese Information sei aus dem Fragenkatalog der Polizei, die an das LfV mit dem Vermerk &#8220;vertraulich&#8221; gegangen sei. Warum er dies trotzdem an den Beschuldigten weiter gegeben habe? &#8220;Vertraulich&#8221; sei &#8220;Naja, nicht geheim, keine Verschlusssache!&#8221;, so Hess. Er habe so der Polizei mögliche Nachfragen ersparen wollen, es war nur als Anregung für Temme gedacht&#8230;</p>
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<p><em>PS: frisch von der OLG-Pressestelle &#8211; die neueste Terminvorschau für die kommende Woche nebst Hinweis, dass es weiter geht mit dem perversen nur 2-Tage-verhandeln wegen der angeblich so angeschlagenen Zschäpe:</em></p>
<p>&#8220;Die Termine vom 02.07.2015 und vom 16.07.2015 wurden abgesetzt!</p>
<p>Folgende Zeugen und Sachverständige sind zu den nachfolgenden Terminen geladen (Stand  25.06.2015):</p>
<div>
<p>Dienstag, 30.06.2015 (Foto- und Filmaufnahmen erlaubt)</p>
<p>09.30 Uhr Aleksander H. (Umfeld Angeklagte)</p>
<p>11.00 Uhr Eva S.-T. (Erkenntnisse zum Mitführen einer Plastiktüte durch den Zeugen Andreas T. am 06.04.2006)</p>
<p>13.00 Uhr Andreas T. (Mitführen einer Plastiktüte durch den Zeugen am 06.04.2006; Inhalt von Telefonaten mit dem Zeugen H. im Jahr 2006)</p>
<p>Mittwoch, 01.07.2015 (Foto- und Filmaufnahmen erlaubt)</p>
<p>09.30 Uhr KK’in Pflug, BKA Meckenheim</p>
<p>09.30 Uhr KHK Zenk, PD Rastatt</p>
<p>13.00 Uhr N. Görlitz, Ministerium des Innern des Landes Brandenburg (Führung des V-Mannes Carsten S.)&#8221;</p>
</div>
</div>
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		<title>ES REICHT!</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2015 13:51:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nikore</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ES REICHT! namentlich ein &#8220;kollege&#8221; andreas ‪‎förster‬ verkauft aktuell im kölner stadtanzeiger (KSTA) eine geschichte zu ‪‎nsu‬ ‪keupstraße‬ als neue (seine) erkenntnis, dabei hat das ZOB sehr sehr ähnliches bereits seit 11.01. diesen jahres nachweisbar auf ALLEN kanälen EXKLUSIV berichtet, &#8230; <a href="http://www.das-zob.de/es-reicht/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>ES REICHT! namentlich ein &#8220;kollege&#8221; andreas ‪‎förster‬ verkauft aktuell im kölner stadtanzeiger (KSTA) eine geschichte zu ‪‎nsu‬ ‪keupstraße‬ als neue (seine) erkenntnis, dabei hat das ZOB sehr sehr ähnliches <a href="http://www.das-zob.de/koln-keupstrase-hatten-passanten-die-uwes-bewusst-im-blick/">bereits seit 11.01. </a>diesen jahres nachweisbar <a href="https://www.facebook.com/dasZOB/photos/a.632835960081778.1073741828.632763630089011/879794088719296/?type=1">auf </a><a href="https://twitter.com/das_ZOB/status/554539089987653632">ALLEN </a><a href="https://www.youtube.com/watch?v=s6RIUUEPJL4">kanälen </a>EXKLUSIV berichtet, u.a. zwischenzeitlich auch zum eigenstudium für interessierte 2&#215;2 stunden videomaterial exklusiv veröffentlicht &#8211; rund um ‎auffälligkeiten‬ rund um #‎zettel‬ und vermeintliche passanten beim ‪‎nagelbombenattentat‬ 2006 von ‎viva‬ cameras eingefangen. im übrigen nicht die einzige exklusive geschichte die wir in sachen nsu aufgesttöbert haben, vgl. etwa unser <a href="http://dokumente.das-zob.de/das_zob_ein_jahr_nsu_prozess_sonderheft.pdf">sonderheft </a>aus dem sommer 2014&#8230;</p>
<p>ES REICHT! die mitglieder unseres kleines teams &#8211; auch wenn das nach selbstbeweihrächerung klingt &#8211; sind *wirklich* die einzigen medienvertreter, die rund um nsu nicht nur keinen cent verdienen, sondern &#8211; ausser unmengen zeit &#8211; tatsächlich bereits bisher einen satten vierstelligen betrag (umzug berlin münchen, davor mfg-pendelei und &#8220;hotel&#8221;* investierten, sich trotz gravierender, auch gesundheitlicher &#8220;baustellen&#8221; in unserem leben den arsch aufreiben; kaum, dass wir einen fuss ins OLG münchen gesetzt hatten von einer perfiden wochenpostille und einem extrem islamophoben typen, der phasenweise für dpa wirken darf, mit LÜGEN gemobbt wurden, auch von sog. linken wie der nsu-watch-bande, die in ihren sog. protokollen hinterliebene zensiert&#8230; </p>
<p>und nun auch noch ohne credits kopiert werden? NEIN! es ist ja schön zu sehen, wenn im mainstream immer mehr durchsickert, dass die ganze nsu-geschichte von vorne bis hinten stinkt, aber wir lassen uns nicht mehr länger bestehlen und verarschen!</p>
<p>unsere medieninitiative, die bisher keinen einzigen prozesstag verpasst hat (was im übrigen ansonsten nur SZ, tagesspiegel, dpa, spiegel und ARD von sich behaupten können) lädt alle die wie wir gegen rassismus und gegen vertuschung sind, übrigens gerne in folgende diskussionsgruppe <a href="https://www.facebook.com/groups/nsu.prozess/">https://www.facebook.com/groups/nsu.prozess/</a> ein. dort finden sich weitreicherndere analysen der keup-videobilder. und wir bitten alle menschen hier unsere arbeit, unsere kanäle aktiv weiterzuempfehlen und uns nach möglichkeit auch finanziell zu unterstützen. ein wenigstens einmaliger zehner sollte den meisten hier möglich und wirklich unabhängiger journalismus wert sein**. </p>
<p>leider haben wir im kontext nsu bisher weniger als 10 privatpersonen motiviert uns beträge bis zu 30€ zu spenden, dabei haben allein unser magazin zum &#8220;einjährigen&#8221; nahezu 40.000 menschen heruntergeladen, dazu gab es das ganze ja auch als rasch vergriffenes printprodukt in ein paar tausend auflage, auch hier hat die redaktion keinen müden cent verdient, druck und grafik waren da immerhin durch engagierte münchner kleinunternehmer gegenfinanziert </p>
<p>* btw: wenn sie mal in münchen sind und es billig brauchen: MEIDEN sie trotzdem das hbf-nahe &#8220;central&#8221; <img src='http://das-zob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>** wenn sie sich angesprochen fühlen: Kt.Nr.: 5408979333 BLZ: 50010517 ING DiBa &#8211; IBAN DE78 5001 0517 5408 9793 33 &#8211; BIC INGDDEFF; am besten neben verwendungszweck &#8220;spende nsu-magazindruck&#8221; eine e-mailadresse an die wir dankesworte richten können&#8230;  </p>
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		<title>nsu-prozess-fortsetzung: narrenfreiheit für neonazis, richter und mainstreammedien geht weiter</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jan 2014 14:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nikore</dc:creator>
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		<description><![CDATA[wer letzte woche live im gericht war müsste es eigentlich besser wissen. und da es nur einen einzigen, alles andere als hektisch verlaufenden prozesstag mit insgesamt nur zwei zeugen gab, kann sich auch niemand der kollegen herausreden den überblick verloren oder schwierigkeiten &#8230; <a href="http://www.das-zob.de/narrenfreiheit-fur-neonazis-richter-und-mainstreammedien/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://das-zob.de/wp-content/uploads/2014/01/vertuschenplakat.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1421" alt="SONY DSC" src="http://das-zob.de/wp-content/uploads/2014/01/vertuschenplakat-260x300.jpg" width="260" height="300" /></a>wer letzte woche live im gericht war müsste es eigentlich besser wissen. und da es nur einen einzigen, alles andere als hektisch verlaufenden prozesstag mit insgesamt nur zwei zeugen gab, kann sich auch niemand der kollegen herausreden den überblick verloren oder schwierigkeiten gehabt zu haben, das geschehen auch nur halbwegs repräsentativ darzustellen. doch zahlreiche (selbsternannte) qualitätsmedien und somit auch das sog. nsu-blog der zeit* ließen einmal mehr unerwähnt, dass thematisierungsversuche wichtiger hintergründe wie der unterstützung des trios durch &#8220;blood &amp; honour&#8221;-strukturen (nicht nur hinsichtlich soli-konzerten aka geldsammeln für den &#8220;untergrund&#8221;, sondern auch wiederum zur rolle u.a. von thomas starke und jan botho werner einerseits im bereich sprengstoff und waffen und andererseits unter der überschrift &#8220;v-leute&#8221;) durch die engagierteren der nebenklageanwälte vom vorsitzenden richter abermals förmlich ausgebremst wurden. stattdessen behaupten insb. spiegel, süddeutsche und tagesspiegel nahezu im gleichklang &#8211; aber ebenfalls völlig an den tatsachen vorbeigehend -, dass götzl mit dem vermeintlich &#8220;nur&#8221; ehemaligen neonazi alexander scheidemantel (es ging formal primär um die übergabe einer krankenkassenkarte für zschäpe durch ihn und seine &#8211; inzwischen &#8211; ehefrau an den mitangeklagten gerlach) sprichwörtlich hart ins gericht ging.</p>
<p><strong>dompteurs-akt &amp; daumenschrauben? von wegen! </strong></p>
<p>dabei hat sich der vorsitzende zum auftakt 2014 wie zuvor u.a. (!) von &#8220;mama böhnhardt&#8221;, stefan apel (beate zschäpes cousin**), andre kapke, verfassungsschutzmitarbeiter temme und anderen staatsdienern mehrfach ungestraft anlügen und verarschen lassen ohne auch nur mit beugehaft (wegen aussageverweigerung) und oder untersuchungshaft (bei falschaussagen) zu &#8220;winken&#8221;. bezeichnenderweise kam letzten mittwoch auch (wieder) nichts von der bundesanwaltschaft in dieser hinsicht. dabei hätte sie unserer einschätzung nach gar zwingend strafantrag stellen müsste in solchen fällen. doch obgleich diesmal gar eines der GBA mitglieder &#8211; jochen weingarten &#8211; drei lügen des männlichen parts des zeugenpärchens quasi wortwörtlich benannte, blieb götzl zwar formal am ball (wenn der typ gar zu einsilbig wurde), aber im gegensatz zum umgang des richters mit &#8220;papa mundlos&#8221; ende dezember ziemlich ruhig und vor allem regelrecht höflich. er tolerierte sogar, dass sich scheidemantel mehrfachst vor lachen beömmelte und im zeugenstuhl herumfläzte. etwas das uns zwar auch nicht sehr interessiert (da es uns selten um die form aber immer um inhalte geht), aber vielleicht ihre &#8211; liebe leser &#8211; vorstellkraft erhöhrt, einzuordnen hilft, warum wir nachfolgend abermals u.a. die süddeutsche zeitung kritisieren müssen.</p>
<p>denn diese schwadroniert nicht nur von einem &#8220;Dompteurs-Akt, und das gleich am ersten Prozesstag im neuen Jahr&#8221; sondern setzt mit der bedeutungsschwangeren überschrift &#8220;Richter Götzl bringt Zschäpes Helfer zum Reden&#8221; gemeinsam mit dem &#8220;nachrichtenmagazin&#8221; spiegel dem irrsinn die krone auf: letzterer urteilt &#8220;Manfred Götzl hat mittlerweile Routine darin, die Daumenschrauben bei solchen Zeugen langsam, aber spürbar anzuziehen.&#8221; tragikomisch sind diese schiefen bilder vor allem aus einem grund. und dabei erinnert der spiegeltext gar explizit daran, warum das publikum in münchen zum auftakt 2014 neben dem typ mit dem skinhead-tattoo auf dem bauch (nachgeladen wegen dem auftritt seiner frau vor wochen obgleich er seinerzeit evtl. bereit gewesen wäre auch gleich vor ort auszusagen, physisch anwesend war er nachweislich, aber evtl. musste er noch gebrieft werden?) überhaupt und frau scheidemantel gar zum zweiten mal erleben musste: &#8220;Ihre Unsicherheit und ihr erkennbares Bemühen, nur das auszusagen, was für sie und ihren Mann hoffentlich ungefährlich sein würde, führte dazu, dass Götzl ihr nochmaliges Erscheinen anordnete. Denn sie wollte um keinen Preis sagen, warum sie Holger G. die Karte angeblich ohne Nachfrage nach dem Verwendungszweck gegen ein Entgelt von 300 Euro aushändigte. Keine Erinnerung, keine Gedanken gemacht, kein Interesse gehabt, alles vergessen &#8211; das blieb Silvia S.s augenfällig ängstliche Kernaussage.&#8221;</p>
<p><strong>warum werden fragen zu blood &amp; honour bezügen vom richter ausgebremst?</strong></p>
<div id="attachment_1424" class="wp-caption alignleft" style="width: 194px"><a href="http://das-zob.de/wp-content/uploads/2014/01/hachmeister.jpg"><img class=" wp-image-1424" alt="SONY DSC" src="http://das-zob.de/wp-content/uploads/2014/01/hachmeister-263x300.jpg" width="184" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">rechtsanwalt hachmeister verteidigt in münchen holger gerlach. er gab wohl auch rechtliche ratschläge an alexander scheidemantel, der sich mit dessen im &#8220;zeugenschutz&#8221; befindlichen mandanten gerlach mehrfach die letzten 24 monate traf. foto: das ZOB</p></div>
<p>und was hat daran der 08.01. geändert? nichts! denn selbst das wenige was das gericht formal von diesem zeugen im kontext nsu wissen wollte, blieb auf den milimeter genau so weit im dunkeln wie vor wochen. holger gerlach, der mitangeklagte freund des trios, der in einer vom blatt abgelesenen erklärung vor monaten behauptet hatte, den scheidemantels die krankenkassenkarte förmlich abgequatscht zu haben, hätte ihnen definitiv nicht gesagt für wen er &#8211; der als stets ziemlich klamm galt - stolze 300€ investiere und auch darüber hinaus nichts bei ihnen abgefragt. dass die aussage des dubiosen pärchens - das seit dem &#8220;auffliegen&#8221; des nsu ende 2011 nicht nur weiterhin mit gerlach sondern sogar auch des öfteren mit dessen verteidiger hachmeister in kontakt stand! &#8211; im krassen widerspruch zu dem umstand erscheint, dass sich in der abgefackelten wohnung des trios in der zwisckauer frühlingstrasse u.a. auch ein brillenpass auf roßberg (den geburtsnamen der silvia scheidemantel) fand, ficht offenkundig weder richter noch medien an. noch weniger, dass insbesondere alexander scheidemantel (der wessi, der unabhängig von gerlach schon früh in rechten kreisen in den &#8220;neuen bundesländern&#8221; verkehrte und später dann &#8211; durch den neuen kumpel, der seinerseits dauerhaft vom osten nach hannover zog &#8211; namentlich auch auf wohlleben, einen weiteren in münchen mitangeklagten traf) typen in seinem freundes- und bekanntenkreis führt(e?), die mehr oder minder offene bezüge zu blood&amp;honour- bzw. combat18-ideen und -strukturen aufweisen, die u.a. auch eine blaupause der nsu-taten lieferten.</p>
<p><strong>selbst combat18-fans im direkten umfeld des zeugen und des angeklagten gerlach werden vom richter ausgeblendet</strong></p>
<p>nicht zuletzt wenn man sich das thema nagelbomben eingehend anschaut. aber sz und spiegel &#8211; die neben zeit, ard und dpa von den deutschsprachigen medien eigentlich die regelmäßigsten prozessbesucher sind, unserer beobachtung nach war von den beiden häusern jeden tag mind. ein autor, eine autorin vor ort &#8211; spulen lieber ab, wie dem zeugen durch den richter &#8220;abgerungen&#8221; wurde (formal als retrospektive, denn scheidemantel hätte vor ca. 8 jahren seine einstellungen geändert &#8211; behauptet er) wie der heutige kaufmann dereinst um das ansehen von rudolf heß besorgt war. oder, dass er an sonnwendfeiern oder demonstrationen unter anderem gegen die wehrmachtsausstellung dabei war. who cares? der typ war und ist es vielleicht auch heute noch 100%: ein neonazi. dem berechtigten interesse der hinterbliebenen der 10 mordopfer, der verletzten der drei bombenanschläge, ihrer freunde, familien und bekannten und nicht zuletzt der kritischen öffentlichkeit (die hoffentlich tagtäglich größer wird) hilft es einzig, wenn der prozess in münchen direkte und indirekte verbindungen des trios in andere ultrarechte kreise und das staatliche (mit)wissen aufdeckt. denn nur so können die taten vorbehaltlos und vollumfassend aufgeklärt werden.</p>
<p>in bezug auf letzten mittwoch wäre es beispielsweise sinnvoll gewesen, genauer untersuchen zu lassen, was es etwa im umfeld von gerlach und scheidemantel mit herrschaften wie hammerskinfreund sebastian walther oder eben combat18-fan manuel bense aus lauenau auf sich hat. aber das widerstrebt götzl augenscheinlich. und die medien, die wie er offenkundig nicht erhellen wollen, wer das trio bei ihren taten jeweils vor ort live oder im vorfeld unterstützte, verschweigen, dass es im prozess thema war. und zwar trotz oder gerade wegen der &#8211; medial ebenfalls unterschlagenen &#8211; ungeheuerlichkeit, dass der richter diesmal gleich zwei engagierten nebenklageanwälten unverholen drohte, sie fortan überhaupt nur mehr zu den zeugen/tatzusammenhängen fragen zu lassen, die ihren jeweiligen mandanten unmittelbar für ihn erkennbar interessieren dürfen und eben nicht mehr zum &#8211; unseres erachtens natürlich überhaupt nicht von irgendeiner tat loslösbaren &#8211; nsu-gesamtzusamenhang.</p>
<h1><strong><em>BITTE UNTERSTÜTZEN SIE UNS so möglich mit einer kleinen spende an kontonummer: 5408979333, BLZ: 50010517, ING DiBa, inhaber: oliver renn – IBAN DE78 5001 0517 5408 9793 33 – BIC INGDDEFF oder zumindest mit aktiver weiterempfehlung und kommentaren hier oder bei facebook und twitter. denn: hinter uns steht kein verlag, keine politische organisation gleich welcher couleur. somit sind wir auf spenden von menschen angewiesen, denen wie uns an einer weitgehenden aufklärung des nsu-komplexes gelegen ist; daran, dass dieses land nicht so tut, als ob rassismus in deutschland kein gesellschaftliches problem und staatliche (mit)schuld sowie staatliches (mit)wissen keine tatsache wäre. </em></strong></h1>
<p>*jenes zeit-blog schaffte es letzte woche den mord an der polizisten kiesewetter und das attentat auf ihren kollegen arnold (<a href="http://www.das-zob.de/nsu-prozess-geladene-zeugen-14-15-16-januar-2014/">der am 16.01. in münchen aussagen soll</a>) explizit als &#8220;ceska&#8221;-tat darzustellen. statt diese gravierende falschaussage ebenso explizit zu berichtigen und dabei zu erklären, wie es zu dieser mehr als irritierenden zuschreibung kommen konnte, wurde der fehler klammheimlich und auch ein wenig ungelenk getilgt &#8211; und die kommentiermöglichkeit unter dem entsprechenden beitrag gar gänzlich zensiert.</p>
<p>** traikomischerweise hatte sich an dieser stelle versehentlich hier kurzfristig der falsche verwandtschaftsgrad &#8220;bruder&#8221; eingeschlichen, stefan apel ist aber natürlich &#8220;nur&#8221; der cousin von beate zschäpe wie kommentator &#8220;HL&#8221; völlig richtig und dankenswerterweise anmerkte -</p>
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		<title>nsu-prozess: ab wann darf, ab wann muss man einen richter als zumutung bezeichnen?</title>
		<link>http://www.das-zob.de/nsu_richter_goetzl_zumutung_zensur_desinformation_farce/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Nov 2013 12:39:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nikore</dc:creator>
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		<description><![CDATA[auch wir waren vergangenen donnerstag geneigt zu lamentieren, wie undankbar es ist, stundenlang einem einstigen &#8220;szeneladen&#8221;-inhaber  beim de-facto (ver-)schweigen zuschauen und zuhören zu müssen. namentlich ging es um frank liebau. einem mann der offenbar zumindest vor jahren extrem tief mit ultrarechten, vermeintlich &#8230; <a href="http://www.das-zob.de/nsu_richter_goetzl_zumutung_zensur_desinformation_farce/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1207" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://das-zob.de/wp-content/uploads/2013/11/schredderauto.jpg"><img class="size-medium wp-image-1207 " alt="" src="http://das-zob.de/wp-content/uploads/2013/11/schredderauto-300x203.jpg" width="300" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">tragikomisch wenn man sich erinnert, welch gewichtige akten mit nsu-bezug durch deutsche &#8220;verfassungsschützer&#8221; vermeintlich unwiderbringlich (auch wenn gewisse ard-dokus peinlicherweise vor monaten anderes suggerieren wollten) geschreddert wurden: vor wenigen wochen stand in der mittagspause eines prozesstages wenige meter vorm OLG dieses fahrzeug. so wie wir die arbeit der meisten akkreditierten journalisten seit über 50 verhandlungstagen beurteilen müssen, würden diese wohl auch dann schweigen, wenn im gericht sogar vor ihren augen weitere akten geschreddert würden &#8211; copyright: das ZOB</p></div>
<p><strong>auch wir waren vergangenen donnerstag geneigt zu lamentieren, wie undankbar es ist, stundenlang einem einstigen &#8220;szeneladen&#8221;-inhaber  beim de-facto (ver-)schweigen zuschauen und zuhören zu müssen. namentlich ging es um frank liebau. einem mann</strong><strong> der offenbar zumindest vor jahren extrem tief mit ultrarechten, vermeintlich gemeingefährlichen kreisen verbandelt, und partner oder chef von andreas schultz war, der dereinst dem nun in münchen mitangeklagten carsten schultze die berühmt-berüchtigte ceska übergeben haben soll, ehe sie dieser dann vermeintlich zu böhnhardt und mundlos brachte. doch: </strong><strong>wer insbesondere als medienvertreter die jüngsten beiden (!) prozesstage auch nur annähernd vollständig verfolgt hat, müsste &#8211; wenn er seinen beruf, seinen unabhängigkeits- und aufklärungs- oder wenigstens informationsauftrag ernst nimmt &#8211; zumindest gleichberechtigt über die neuerlichen ungeheuerlichkeiten des vorsitzenden richters im nsu-prozess berichten. ein wiederholtes auftreten, das fast nur mehr als gezieltes ausbremsen kritischer fragen </strong><strong>zu werten ist. im idealfall sollte vielleicht sogar die frage nach der zumutbarkeit und oder tragfähigkeit gestellt werden. und zwar weil das unseres erachtens nunmehr endgültig jede grenze überschreitende, teils extrem lautstarke und auf uns beleidigend wirkende &#8221;gegötzel&#8221; ausnahmslos kritischen nebenklagevertretern galt. also </strong><strong>nicht mal &#8211; wenigstens auch &#8211; jenen unerträglichen &#8220;zeugen&#8221; liebau traf, der außer mit bei neonazis auffällig beliebten marken wie „thor steinar“ oder tickets für umstrittene &#8220;fightclubs&#8221; mit dem einschlägig bekannten &#8220;rico malt&#8221; auch mit aus guten gründen indizierten CDs und mutmaßlich gar mit videos handelte, die quasi bombenbauanleitungen bzw. inspiration zum abschlachten politischer gegner enthielten. der <strong>&#8220;madley&#8221;-betreiber musste sich nicht abkanzeln lassen. er durfte sich vielmehr &#8211; </strong></strong><strong><strong>wie vor ihm übrigens bereits zahlreiche polizisten (sic!) im zeugenstand &#8211; auf gedächtnislücken berufen, ohne dass götzl seine aussagen wenigstens protokollieren ließ. </strong></strong></p>
<p>&#8220;Er ist 59 Jahre alt. Geboren in Franken. Jazzliebhaber.&#8221; so begann vor einigen monaten &#8211; nachzulesen noch u.a. bei wz-newsline &#8211; eine art portrait jenes mannes, der in diesem verfahren sozusagen den hut aufhat. manfred götzl ist der vorsitzende richter im NSU-prozess. verantwortlich für den text, der u.a. mit der zwischenüberschrift &#8220;Dem Richter wird fehlende Sensibilität vorgeworfen&#8221; operierte und mit dem absatz &#8220;Leicht macht es Götzl weder sich noch Anderen. Anstatt den türkischen Medien<br />
einfach drei Plätze im Publikum zu geben, wie Karlsruhe aufgezeigt hatte,<br />
verschob er den ganzen Prozess. Opferangehörige mussten Flugtickets stornieren –<br />
und sich noch einmal neu auf das Zusammentreffen mit den mutmaßlichen Tätern<br />
einstellen.&#8221; endete, stammte von sabine dobel. einer mitarbeiterin der natürlich auch aktuell in sachen nsu deutschlandweit überproportional artikel und damit zahllose meinungen prägenden nachrichtenagentur dpa.</p>
<p><strong>polizisten, die absonderlichste widersprüche im raum stehen lassen dürfen</strong></p>
<p>nicht dass jene zeilen im frühjahr in unseren augen als besonders mutig oder gar bahnbrechend zu werten waren &#8211; sie waren besser als nichts. heute aber gibt es hinsichtlich der arbeit götzls unserer beobachtung nach fast nicht mal mehr kritik zwischen den zeilen. bleiben wir zunächst bei der dpa. zum 52. prozesstag (dem vergangenen mittwoch) lieferte diese einen <a href="http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_66371106/gutachten-benzin-an-zschaepes-socken.html">bericht, </a>der zwar ein wenig auf unstimmigkeiten zwischen staatsanwaltschaft und zschäpe-verteidigung hinsichtlich der vernehmung einer 91-jährigen eingeht, jedoch komplett verschweigt, dass der &#8220;damalige (gemeint ist der zeitpunkt des &#8220;auffliegens&#8221; des NSU, aka der wohnmobilbrand von eisenach, das auffinden der &#8220;beiden uwes&#8221;, anm. das ZOB) Chef der Polizeidirektion Gotha, Michael Menzel&#8221; trotz zahlreicher nachfrageversuche von prozessbeteiligten nicht ansatzweise schlüssig erklärte, warum er am tatort zeitnah an uwe mundlos dachte. der leitende beamte hatte sich nämlich bereits am 4.11.2011 eine akte zu diesem &#8211; und wohl nur zu diesem &#8211; angefordert, bevor (!) es in den frühen morgenstunden des 5.11. einen entsprechenden treffer in einer fingerabdruckkartei gab! wohlgemerkt: zu einer auch metzels aussage nach aufgrund der schwere der schussverletzungen (stichwort pumpgun) anderweitig nicht identifizierbaren leiche.</p>
<p>ebenso verliert dpa nicht einmal &#8220;zwischen den zeilen&#8221; einen hinweis darauf, wie der vorsitzende richter letzte woche nebenklagevertretern mit unseres erachtens fadenscheinigen gründen ins wort fiel, deren kritische fragen de facto abwürgte. man muss wissen: aufgrund unseres erachtens fragwürdigster beschlüsse von götzl und seinem ihm stets treu ergeben scheinenden senat wird im OLG ja von anbeginn an eine offizielle wörtliche protokollierung generell verhindert. von einer audio- oder gar videoaufzeichnung dieses sogenannten &#8220;jahrhundertprozesses&#8221; ganz zu schweigen. wenn nun die masse der medien hierzulande de facto verschweigt, dass es in dieser wie in anderen polizeilichen aussagen gravierende ungereimtheiten gibt; einen richter nicht mal zitiert, geschweige denn kritisiert, wenn dieser behauptet, dass es für den tat- und schuldvorwurf gegenüber den angeklagten keine relevanz habe, ob zumindest einzelne staatsbedienstete mehr oder minder frühzeitig wussten, wo das NSU-kernrtrio steckte, ist das unseres erachtens absolute desinformation. oder gar vorauseilende selbstzensur? es gibt schlicht zuviele indizien, dass mitarbeiter der einen oder anderen deustchen behörde wussten, was sich böhnhardt, mundlos und zschäpe seit ihrem &#8220;abtauchen&#8221; 1998 zumindest unter anderem neu aufs kerbholz geladen haben sollen, als dass man hierzu einfach schweigen darf.</p>
<p><strong><strong>liebe journalistenkollegen: auch verschweigen ist als falschaussage zu werten</strong></strong></p>
<p>man könnte es konsequent nennen, dass eben jene mit abstand bekannteste deutsche nachrichtenagentur <a href="http://www.suedkurier.de/nachrichten/politik/news/Muenchner-Gericht-untersucht-Herkunft-der-NSU-Mordwaffe;art407,6434923">zu prozesstag 53 </a>in der folge darauf verzichtet zu erwähnen, dass nebenklagevertreter letztlich eine umfangreiche kritische stellungnahme zu den augenfälligen widersprüchen des herrn menzel abgaben. immerhin kommt so etwas dann im prozess selbst zur gesamtakte. und damit voraussichtlich anders übrigens als wohl höchstspannendes, und vielleicht eine menge erhellendes material zu andreas temme, jenem verfassungsschutzbeamten, der beim mord am internetcafebetreiber halit yozgat 2006 nebendran gestanden haben oder zumindest &#8211; laut ermittlern die heute anscheinend niemand mehr hören mag &#8211; quasi über die leiche &#8220;gestolpert&#8221; sein muss. konkret ging es bei einem antrag der nebenklage zu temme unlängst darum, 35 telefonüberwachungsakten zu dem aufgrund (früherer?) rechtsradikaler tendenzen als „klein adolf“ bekannten mann, der sich bezeichnenderweise nach jenem neunten nsu-mord nicht einmal als zeuge gemeldet hatte, beizuziehen. richter götzl lehnte zwischenzeitlich aber &#8211; fast möchte man schon sagen erwartungsgemäß &#8211; auch diesen antrag ab. die unterlagen würden wohl nichts dazu beitragen können, den fall aufzuklären. die bundesanwaltschaft hatte ihrerseits schon zuvor &#8220;widerspruch&#8221; erhoben &#8211; schließlich gelte es ja auch die privatsphäre (sic!) temmes zu schützen. und die meisten deutschen medien schweigen. hier und da.</p>
<p>dabei sind berufsverbotforderungen, wie sie dem vernehmen nach etwa im jahre 1963 allzu kritischen journalisten entgegenwehten, die sich vom früheren bundesrichter dr. schröder<em> </em>vom bundesarbeitsgericht gar als „Brunnenvergifter“ diffamieren lassen mussten, die „systematisch das Vertrauen in die Justiz untergraben“, und denen man deshalb &#8220;das Handwerk legen&#8221; müsse, heute wohl - zumindest formal &#8211; nicht mehr zu erwarten. hoffen wir zumindest. auch in bayern. haben kollegen, die auffällig vieles, was im nsu-prozess am image der richter und der staatsanwaltschaft kratzen könnte, mehr oder minder beharrlich ausblenden, vielleicht trotzdem &#8220;nur&#8221; angst? etwa davor, dass man ihnen selber den prozess macht, wenn sie auch nur implizit an der <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/155145">marke unabhängigkeit</a> (von der entscheider an deutschen gerichten offensichtlich oftmals glauben, dass sie nicht mal <a href="http://www.berliner-zeitung.de/archiv/ein-journalist-soll-eine-geldstrafe-zahlen--weil-er-einen-richter-kritisiert-hat-rechtsprechung-in-halle,10810590,9802760.html">theorteisch </a>hinterfragt werden darf) zweifeln?</p>
<p><strong>richter blockt selbst fragen, die sich quasi um mögliche blaupausen für die nagelbombenanschläge des NSU drehen</strong></p>
<p>der zu seiner politisch aktiveren zeit selbst fraglos nicht zu unrecht umstrittene <a href="http://www.zeit.de/2013/27/richter-kritik-justiz/seite-2">norbert blüm, dessen lesenswerter wenngleich nicht taufrischer text in der &#8220;zeit&#8221;</a> auch eine anmerkung zum vorsitzenden richter im nsu-prozess enthält (&#8220;Götzl gilt unter Kollegen als &#8220;brillant&#8221;. Zu dieser Brillanz gehörte, dass er einen Gutachter, der während eines langen Vortrags einen Schluck Wasser zu sich nehmen wollte, anblaffte, er solle gefälligst eine Pause beantragen, wenn er Durst habe.&#8221;) schafft es, anders als viele medienvertreter, die in münchen seit mai oft mehrmals die woche grund dazu hätten, den gedanken &#8220;Richter (müssen) wenigstens lernen, mit Kritik umzugehen&#8221; auszuformulieren. zumal selbstkritik, etwa aus reihen des deutschen richterbunds &#8211; dessen stellvertretenden vorsitzende andrea titz tragikomischerweise aktuell die leitende pressesprecherin des OLG münchen ist &#8211; an einem der ihren, gerade im falle dieses verfahren wohl nicht zu erwarten ist.</p>
<p>zurück zu dem im vorspan dieser geschichte erwähnten szeneladen, der rund um die in neun von zehn nsu-morden zum einsatz gekommenen ceska eine gravierende rolle gespielt habe. dass götzl bei liebau mindestens pro forma öfters nachfragte, diesen zeugen daran erinnerte, dass er nichts verschweigen und nicht wissentlich die unwahrheit sagen dürfe, ist unseres erachtens natürlich eine selbstverständlichkeit. viele kollegen scheinen, allein dass ein richter seine originärste arbeit macht, als etwas besonderes zu betrachten. anders sind viele medienberichte zu den jüngsten prozesstagen nicht zu erklären. dass journalisten dabei aber zumeist unerwähnt lassen, wie götzl am vergangenen mittwoch und donnerstag gleich zahlreiche vertreter der vielen schwerstverletzten und der hinterbliebenen der mordopfer des NSU &#8211; also jene gruppe von nebenklageanwälten, die von SZ bis spiegel allein aufgrund ihrer zahl bereits vom ersten prozesstag an immer wieder mal mehr mal weniger unverholen als generelle zumutung diffamiert wurden &#8211; fast wie &#8220;am laufenden band&#8221; unterbrach, oft auch maßregelte und ihren fragen, wenn er sie denn letztlich umformuliert zuließ, zumeist den wind aus den segeln nahm, spottet jeder beschreibung. selbst die schilderungen, die <a href="http://www.focus.de/regional/muenchen/prozesse-anwaeltin-im-nsu-prozess-wirft-zeugen-erinnerungsluecken-vor_aid_1151531.html">dpa </a>offenkundig am letzten freitag nachschob (die somit unserer beobachtung nach kaum mehr widerklang fanden), spiegeln das, was diesmal zunächst nebenklagevertreter alexander hoffmann und im weiteren wieder anwälte, wie der mit stets besonders profunden recherchen und &#8211; wenn ihn das &#8220;hohe gericht&#8221; nicht steine in den weg legen würde &#8211; wohl sehr zielführenden fragetechniken auftrumpfende yavus narin, von götzl erdulden sollten, nicht im ansatz wieder. dass der richter namentlich auch fragen zu früheren ermittlungen zu einem wohl sehr guten bekannten (&#8220;kumpel&#8221;) von &#8220;zeuge&#8221; liebau ebenso wie zu fragen über inhalte von bei ihm, dem einstigen szeneladenbetreiber, mal vorgefundenen DVDs blockte, obgleich sich diese um nichts geringeres als um anleitungen zum nagelbombenbau bzw. um &#8220;experimente&#8221; mit selbigen handelte, findet offenkundig keinerlei wiederklang in der deutschen medienlandschaft. neben zehn morden wird dem NSU jedoch eigentlich insbesondere ein verheerendes nagelbombenattentat vorgeworfen: im juni 2004 wurden durch eine extrem feige tat in der kölner keupstraße (in der überproportional viele türkische bürger ladengeschäfte betrieben und betreiben) 22 menschen zum teil schwer verletzt. aber dies ist ein komplex, den götzl ja schon <a href="http://www.das-zob.de/nsu-prozess-trotz-zahlreicher-ungeheuerlichkeiten-von-gotzl-und-diemer/">ziemlich zu prozessbeginn </a>offenkundig vernachlässigenswert fand.</p>
<p><strong>götzl unterbindet protokollierung selbst bei offenkundigen lügnern </strong></p>
<p>und da ist es wieder. das problem der aberwitzigerweise vom vorsitzenden richter und seinem senat wohl nicht zuletzt aufgrund des <a href="http://www.das-zob.de/generalbundesanwalt-pr-beim-nsu-prozess-braucht-grenzen/">drängens der bundesanwaltschaft </a>abgelehnten bzw. unmöglich gemachten protokollierung. denn neben all dem was &#8211; unter anderem &#8211; dpa zur jüngsten prozesswoche unter den tisch fallen ließ: es gibt auch zu mal banaleren, mal grundsätzlicheren sachfragen höchst unterschiedliche berichterstattung. also nicht &#8220;nur&#8221;, wenn etwa einerseits dpa formuliert &#8220;Mit der Hauptangeklagten Beate Zschäpe wechselte er (gemeint ist der mann aus dem madley-laden, anm. das ZOB) im Gerichtssaal mehrfach Blicke. Die beiden lächelten sich immer wieder zu.&#8221;, während beispielsweise der erst jüngst nebenklage-anwälte in die ecke der sog. verschwörungstheoretiker schubsende, eng mit der wochenzeitung &#8220;die zeit&#8221; verbandelte berliner tagesspiegel zu den gleichen prozesstunden vermerkt: &#8221;Immer wieder blickt er zu Beate Zschäpe und Ralf Wohlleben. Zschäpe mustert ihn, verzieht aber keine Miene.&#8221; nein! so etwas passiert tagtäglich bei viel gewichtigeren situationen. zum beispiel bei der frage, ob der seinen &#8220;madley&#8221;-laden zwischenzeitlich aufgegebene &#8220;zeuge&#8221; liebau letzte woche vor gericht eingeräumt haben soll, zumindest mal armbrüste in dem szeneladen verkauft zu haben, gehen die beobachtungen der oftmals nicht mal mehr 20 journalisten vor ort weit auseinander. unserer wahrnehmung nach hat das der heute vierzigjährige, der vorm OLG nebenbei zweifelsfrei erklärte, sich beim mitangeklagten wohlleben irgendwann mal nach dem verbleib des &#8220;trios&#8221; erkundigt zu haben, übrigens explizit verneint.</p>
<p>sogar, dass speziell bei diesem von vielen als zumindest sperrig empfundenen zeugen die nebenklage &#8211; was in einzelfällen trotz des o.g. generellen beschlusses des gerichts rechtens ist &#8211; eine wörtliche protokollierung beantragte (was erstaunlicherweise ausnahmsweise sogar von bundesanwalt weingarten &#8211; &#8220;hier steht eine Straftat im Raum&#8221; &#8211; formal unterstützt wurde, aber &#8211; sie ahnen es &#8211; von götzl, weil es auf wortwörtliches nicht ankäme, abgelehnt wurde), finden viele kollegen offenkundig nicht mal eine silbe wert. auch nicht, dass es der vorsitzende richter dieser tage ebenfalls als irrelevant einstufte, dass beim mordfall in dortmund &#8211; unter anderem &#8211; der deutschlandweit berüchtigte neonazi siegfried borchardt, der auch bei der <a href="http://www.das-zob.de/nsu-prozess-wider-der-einzeltater-doktrin/">einvernahme eines mutmaßlichen skinheads</a> eine gravierende rolle hätten spielen sollen, wenige meter vom tatort gewohnt haben soll. das (die folgende formulierung ist adaptiert) ehemalige nachrichtenmagazin der spiegel etwa, dessen autorin wir allein zur fortan passenderen verwendung des begriffs kreuzverhör beispielsweise einen <a href="http://www.wasistwas.de/wissenschaft/die-themen/artikel/link//2ee33806b8/article/was-ist-ein-kreuzverhoer.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1315" target="_blank">was-ist-was-erklärtext </a>empfehlen*, sprach letzte woche lieber von einer schonungslosen einvernahme. die hamburger verteilten also an den vorsitzenden richter lieber blumen als kritische worte. weil diese und andere kollegen ihren im print gemeinhin stark begrenzten platz ansonsten unter anderem auch für ausgiebige beobachtungen, etwa wie oft die hauptangeklagte zschäpe in prozesspausen kreuzworträtsel und oder sudokus löst, benötigen, bleibt natürlich letztlich kein platz zu berichten, was nebenklage-rechtsanwältin elif pinar richter götzl am letzten verhandlungstag nach dessen &#8211; anders kann man das unseres erachtens kaum nennen &#8211; ausraster gegen RA hofmann in einer immens engagierten, recht mutigen stellungnahme erörterte: nämlich, dass sie beim besten willen nicht wisse, wie es den hinterbliebenen der opfer und den verletzten aus köln vermittelt werden kann, dass der vorsitzende einem offenkundigen lügner wie dem szeneladenbetreiber über stunden mit einer engelsruhe begegne, aber bei der leisesten kritischen frage ihres kollegen unangemessen laut und unhöflich wurde. der rest ist schweigen.</p>
<p><strong></strong><strong>PS: BITTE folgen sie uns / folgt uns auch auf twitter <a href="https://twitter.com/das_ZOB">(twitter.com/das_ZOB</a>) und auf unserer facebookseite (<a href="https://www.facebook.com/dasZOB">www.facebook.com/dasZOB</a>) – und wer den einen oder anderen motivations- und unkostenabfederungseuro über hat: wirklich (!) unabhängige NSU-prozessberichterstattung können sie via Kt.Nr.: 5408979333, BLZ: 50010517 (IBAN DE78 5001 0517 5408 9793 33 – BIC INGDDEFF) sichern…</strong></p>
<p>* eine auseinanderfriemelung zu &#8220;Über die Verkaufstheke des Madley&#8221; wäre auch noch angezeigt, denn von allem was man weiß, wurde eine waffe mit schalldämpfer nicht im geschäft selbst übergeben. zumindest der mutmaßliche abholer carsten schultze hat bis heute zumindest im prozess übrigens auch (noch) nie konkret eine ceszka benannt und oder identifiziert -</p>
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		<title>nsu: wie deutsche medien neonazi-verteidiger in die hände spielen</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Oct 2013 16:44:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nikore</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_995" class="wp-caption alignleft" style="width: 295px"><a href="http://www.das-zob.de/nsu-wie-deutsche-medien-neonazi-verteidiger-in-die-hande-spielen/sony-dsc-9/" rel="attachment wp-att-995"><img class="size-medium wp-image-995" title="Klemke - Foto: das ZOB" alt="" src="http://das-zob.de/wp-content/uploads/2013/10/klempke2-285x300.jpg" width="285" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">olaf klemke, einer der verteidiger von neonazi ralf wohleben (der seinerseits im verdacht steht zeitweise v-mann des verfassungsschutzes gewesen zu sein) vor dem OLG münchen, versuchte im prozess die zeugin vom dachfenster verächlich zu machen &#8211; viele deutsche medien tun es ihm wider besseren wissens gleich &#8211; foto copyright: das ZOB<em> </em></p></div>
<p><em>in dieser woche hatte auch andreas temme (der verfassungsschutzmitarbeiter, der beim mord in kassel zur tazeit am tatort war) seinen ersten auftritt im NSU-prozess. doch nachdem dessen einvernahme noch lange nicht abgeschlossen ist, widmen wir uns heute den aussagen der &#8220;zeugin vom dachfenster&#8221;, welche die hauptangeklagte zschäpe wenige tage vor einem mord in dortmund in eben jener stadt mit &#8220;ihren&#8221; beiden uwes sowie einem mutmaßlichen skinhead gesehen haben will. und wir widmen uns vor allem der medialen rezeption dieser <a href="http://www.das-zob.de/nsu-prozess-deutsche-medien-schlachten-zeugin-vor-deren-aussage-im-gericht/">unverständlicherweise sogar bereits im vorfeld diskreditierten </a>zeugin.</em></p>
<p>wohl nur wer sich zufällig bereits aus der &#8220;jungen welt&#8221; (jw) informierte oder idealerweise vergangenen montag gleich persönlich vor ort als zuhörer im gerichtsverfahren war, konnte bisher erahnen bzw. wissen, dass frau a. absolut schlüssig nachzeichnete, warum sie sich (nachdem sie im november 2011 zu ihren wahrnehmungen vermeintlich drei von vier namen hatte) zunächst gar nicht und in diesem jahr dann erst an einen journalisten und letztlich an eine kanzlei der nebenklägervertreter wandte statt direkt an staatliche behörden.</p>
<p>zum einen fühlte sie sich &#8211; wie das expertenmeinungen zufolge bei zahllosen zeugen landauf landab an der tagesordnung ist, selbst wenn diese unmittelbar tatvorgänge schildern könnten (was hier ja eben nicht der fall ist!) &#8211; als für die weitere aufklärung der NSU-verbrechen und ihrer hintergründe nicht besonders wichtig. irgendwann, als dann davon die rede war, dass es neben den fünf in münchen aktuell angeklagten (mindestens) <a href="http://www.das-zob.de/nsu-bundesanwalt-diemer-richter-gotzl-immer-unverfrorener/">129 namen </a>aus dem direkten oder weiteren umfeld des sog. terrortrios gibt, die behörden beschäftig(t)en, durfte sie zum anderen wohl nicht mehr nur subjektiv davon ausgehen, dass sich darunter auch kontakte nach dortmund befinden. die großstadt in nordrhein-westfalen gilt schließlich nicht nur generell als hort ziemlich vieler rechtsradikaler sondern war ja eine der tatortstädte! frau a. formulierte es sinngemäß so, dass sie annahm, dass das ermittlerwissen weitaus größer als ihr eigenes sei.</p>
<p><strong>&#8220;sieg heil&#8221; rufe beim würfeln &#8211; und die polizei sitzt mit dabei?</strong></p>
<p>dass sie sich letztlich nach zunächst völlig-für-sich-behalten und einem ersten zögerlichen, schnell im sande verlaufenen kontakt zu einem lokalen journalisten (dem hatte sie wohl nicht explizit gemailt/gesagt zschäpe, mundlos und böhnhardt gesehen zu haben, sondern wollte für sich eher bestätigt wissen, dass die staatsanwaltschaft bereits von dortmunder unterstützern bescheid weiß und es ihrer aussage eben wirklich nicht bedarf) einer im prozess bereits für kasseler nebenkläger (mordfall yozgat) vertretenen rechtsanwaltskanzlei anvertraute, ist nach den schilderungen von frau a. absolut plausibel. denn durch die geschichten rund um zschäpes briefkontakte aus dem knast heraus richtung dortmund wurde bundesweit kolportiert, dass die hauptangeklagte ansonsten dorthin eben noch keinerlei kontakte hatte. zumindest sei darüber nichts bekannt oder gar belegbar. unseres erachtens nur allzu verständlich, dass das für jemanden, der wie a. eine zu recht kritische meinung gegen jedwede neonaziuntriebe hat, eine initialzündung gewesen sein muss.</p>
<p>aber warum dann auch im juni 2013 nicht direkt ab zur örtlichen polizei? das wollte auch der vorsitzende richter götzl wissen. eine berechtigte frage, deren antwort vielschichtig war, aber vor allem eine besonders markante schilderung enthielt, die perverserweise unseren recherchen nach außer in der generell leider zu parteipolitisch (die linke) aufgestellten und daher nicht wirklich unabhängigen &#8220;jw&#8221; tatsächlich in keiner gazette, in keinem programm der privaten oder öffentlich-rechtlichen rundfunkanstalten in ihrer gänze gewürdigt wurde. vielleicht haben sie aber zumindest die hälfte dieser gruseligen randnotiz bereits aufgeschnappt? frau a. wohnte nämlich nicht nur grundstück an grundstück mit einem mutmaßlichen skinhead, der vermeintlich mit &#8220;dem trio&#8221; kurz vor einem der morde der sog. NSU-serie verkehrte. sie lebte im dortmunder stadtteil brackel, am westkamp auch in unmittelbarer nähe einer kneipe namens farbkästchen. und dort sei es des öfteren so gewesen, dass bei würfelrunden lautstarke &#8220;sieg heil&#8221; rufe auszumachen gewesen wären.</p>
<p>was an sich &#8211; unterstellt diese schilderungen wie auch die folgenden sind authentisch &#8211; eben schon schaurig, aber nicht das größte problem gewesen ist. dieses steht, wir müssen es leider explizit wiederholen  &#8211; wie gar viele im gericht gefallenen bemerkungen rund um allzu auffällige nähebeschreibungen zu tatorten von zivilen polizeifahrzeugen über vor ort mittagessende polizisten bis hin zu noch unwissende tatortzeugen blockenden notruf-hotlines&#8230; &#8211; eben bezeichnenderweise fast nirgends: frau a. suchte wegen dieser unappetitlichen &#8220;rufe&#8221; kontakt zu den kneipenbetreibern. doch die drehten ihr implizit wohl die lange nase: frau a. könne ja mal abends vorbeikommen, wenn es wieder mit derartigen sprüchen laut werde. die polizei sei ja als gast oft privat vor ort! und zu solchen &#8220;ordnungshütern&#8221; soll eine bürgerin ggf. vertrauen haben, erst recht in dieser undurchsichtigen NSU-kiste?</p>
<p><strong>ein wohnmobil aus zwickau <strong>gänzlich uninteressant? </strong></strong></p>
<p>natürlich (stichwort: irren ist menschlich, von der grundsätzlichen ehrlichkeit der zeugin indes sind wir 110% überzeugt) muss es trotzdem nicht so gewesen sein, dass frau a. die berühmten drei bombenbauer aus jena tatsächlich 2006, wenige tage vor der tat in dortmund ebendort gesehen hat. natürlich kann es sein, dass frau a. jahre später, als das trio ab november 2011 (wieder) durch die medien geisterte, deren gesichter mit einer alten erinnerung vermischte. aber warum schreibt/berichtet kaum ein medienkollege die letzten tage, dass sich neben drei dunkel gekleideten gestalten und einem vermeintlichen skin auch ein tagelang in der gegend befindliches wohnmobil mit z-kennzeichen in das gedächtnis von a. gebrannt hat (weil jenes gefährt einem von ihr erwarteten umzugsauto hätte im weg sein können und wohl auch weil es eben nicht an der tagesordnung ist, dass zwickauer urlaub in diesem dortmunder wohngebiet machen), dass es unabhängig vom möglichen auftauchen von zschäpe, mundlos und böhnhardt auf dem nachbargrundstück dort diverse ungereimtheiten in sachen bauarbeiten gegeben haben soll? von nächlichen (!) grabungen bis hin zum aufstellen einer schaukel, die aufgrund der nähe zu einem auffallend hohen (wohl ebenfalls in verantwortung von dem mutmaßlichen skin errichteten) zaun nicht zum schaukeln taugte. oder einem unwirklich umrandeten sandkasten, in dem &#8211; wie das BKA &#8220;ermittelt&#8221; haben soll &#8211; türkische kinder nicht spielen durften und der (auch?) deswegen wohl weitgehend ungenutzt blieb&#8230;</p>
<p>doch der eigentliche hammer, der die vergangenen tage in zahllosen deutschen medien ablief: die inzwischen 63-jährige zeugin wurde von ARD bis N24, von spiegel bis SZ fast überall ohne angabe konkreter gründe bzw. unter weglasung von indizien (die u.a. gegen die eine oder andere unterstellung sprechen) als mindestens irrelevant, gänzlich unglaubwürdig, wenn nicht gar berechnend abgestempelt.</p>
<p>und es wird stellenweise noch immer so getan, als ob (wie im vorfeld der zeugeneinvernahme kolportiert, perverserweise wohl einzig aufgrund einer aussage eines nun wirklich fragwürdigen &#8220;zeugen&#8221;, der vielleicht besser angeklagter sein sollte: auf worte des mutmaßlichen skins aka nutmaßlichen NSU-unterstützers) die zeugin a. zschäpe &#8220;wohl&#8221; verwechselt habe: nämlich mit der freundin/frau des &#8220;skins&#8221;. dabei wurde im prozess ein bild wohl eben jener frau in großaufnahme gezeigt, das mehr oder minder eindeutig widerlegte, dass zwischen beiden damen (zschäpe und ihr) nennenswerte ähnlichkeiten bestehen.</p>
<p><strong>nicht nur &#8220;zeit&#8221;</strong> <strong>&amp; &#8220;stern&#8221;</strong> <strong>schwafeln von verwechslungswahrscheinlichkeit</strong></p>
<p>fast (!) müsste man neben der &#8220;jungen&#8221; auch noch springers &#8220;welt&#8221; von dieser kritik ausnehmen - wobei frau crollys text bereits in der überschrift die zeugin mit dem meinungen tendenziell extrem beeinflussenden attribut &#8220;seltsam&#8221; belegt und deren unseres erachtens beängstigende schilderung, dass in der benachbarten kneipe polizisten wohl sehr gut mit den erwähnten &#8220;sieg heil&#8221; rufen klar gekommen sind (oder vielleicht gar selber mitriefen?), unter den tisch fallen lässt. aber immerhin erwähnt ihr artikel in der &#8220;welt&#8221; &#8211; wie auch die FAZ &#8211; überhaupt die ausfälle im &#8220;farbkästchen&#8221;. jene &#8220;sieg heil&#8221; rufe, die für uns mindestens ein mosaiksteinchen sind, wenn man eine antwort sucht, warum sich jemand nicht staatlichen behörden anvertraut hat. den gedankenschluss über den kleinen umweg, weil zeugin a. ja journalistin sei, diese wohl gezielt in storys denke, sei frau a.s aussage wohl nur ein beleg, dass es in dortmund relativ viele rechte gibt, teilen wir im übrigen nicht. wundern uns vielmehr, dass jene zeitung zwar das thema wohnmobil an sich erwähnt (&#8220;ein auffällig langes und hohes&#8221;), aber das zentralste an der schilderung, nämlich das mutmaßliche kennzeichen aus zwickau, wiederum unerwähnt lässt.</p>
<p>während die &#8220;welt&#8221; auf die verwechslungsgefahrgeschichte nicht (mehr) eingeht, steht beispielsweise im &#8220;stern&#8221;: &#8220;Ob die Schilderungen der Frau zutreffend sind, ist einem Medienbericht zufolge umstritten. Nach Recherchen des SWR gab der von der Frau als Skinhead beschriebene Mann an, dass damals seine heutige Frau auf dem Grundstück gewesen sei. Diese sehe Zschäpe sehr ähnlich. Womöglich könnte dem Bericht zufolge eine Verwechslung vorgelegen haben.&#8221; auch bei der taz (&#8220;Doch die Glaubwürdigkeit der Frau ist zweifelhaft.&#8221;) gibt&#8217;s eine explizit auf SWR/BKA-&#8221;material&#8221; zurückgehende sichtweise des vermeintlichen skinheads. wobei das außenstehenden, die sich allein auf jenes blatt verlassen, sicher nicht annähernd klar geworden sein dürfte. denn ausgerechnet bei der &#8220;alternativen&#8221; tageszeitung wird der vermeintliche skin als solcher überhaupt nicht erwähnt, als es darum geht, dass das trio &#8211; wenn es denn vollständig oder ggf. auch nur zu 2/3 im nachbargarten der zeugin a. war &#8211; nicht allein war, sondern eben von einem mann ohne haare dafür mit camouflagehose* empfangen worden war: in der taz heißt das dann lapidar &#8220;eine weitere Person&#8221;.</p>
<p>auch die onlineausgabe der &#8220;zeit&#8221; legt sich bereits im artikelvorspann fest: &#8220;Doch es gibt Zweifel an ihrer Aussage.&#8221; was dann im text selbst mit &#8220;Allerdings glauben viele Prozessbeobachter an eine Verwechslung. <a title="externer Link" href="http://www.swr.de/landesschau-aktuell/deutschland-welt/-/id=1884346/nid=1884346/did=12144306/dnouec/" target="_blank">Recherchen des SWR</a> [link im original] zufolge gab der als Skinhead beschriebene Mann zu Protokoll, dass seine heutige Frau auf dem Grundstück gewesen sei. Diese sehe Zschäpe sehr ähnlich.&#8221; unseres erachtens nicht minder fahrlässig als in der taz &#8220;aufgelöst&#8221; wird. denn selbst holger schmidt, jener mediale stein des anstosses im vorfeld der einvernahme, war &#8211; als beide texte in die weiten des www gingen &#8211; aufgrund des erst nur den verfahrensbeteiligten und dann im prozess offen und groß gezeigten fotos der braut eines vermeintlichen skindheads zurückgerudert: &#8220;Offenbar geringe Ähnlichkeit mit <a dir="ltr" href="https://twitter.com/search?q=%23Zsch%C3%A4pe&amp;src=hash" data-query-source="hashtag_click"><s>#</s><b>Zschäpe</b></a>&#8221; hieß es bereits vor der aussage von frau a. im prozess @terrorismus bei twitter. in der &#8220;zeit&#8221; dagegen keine silbe von seltsamen grabungen/aufbauten in nachbars garten, nichts von einem wohnmobil und auch nichts von der erklärung der zeugin, warum sie sich am ende lieber an einen nebenklageanwalt denn an staatliche stellen gewandt hat.</p>
<p><strong>auch mit dem zweiten sieht man nicht besser</strong></p>
<p>während man bei vielen weiteren kollegen schon aufgrund tendenziöser überschriften oder vorbemerkungen a la &#8221;Zweifel an Belastungszeugin im NSU-Prozess&#8221; oder wie beim tagesspiegel aufgrund vom ignorieren (&#8220;Seltsam erscheint, dass A. sich erst in diesem Sommer offenbarte.) von schlüssigen erklärungen die lust am lesen verlieren konnte, oder sich wie im falle des &#8220;schwarzwälder boten&#8221; gar extrem aufregen sollte**, machten headline und artikelvorspann beim ZDF hingegen hoffnung auf halbwegs neutrale oder gar objektive wiedergabe der zeugeneinvernahme. doch nach vier absätzen prangt dann auch schon beim zweiten die erste fragliche zwischenüberschrift. namentlich die worte &#8221;Durchbruch oder Verwechslung?&#8221;, die dann zwar erst mal zwei absätze lang hinsichtlich des zweiten teils nicht weiter klar werden, aber unter einer weiteren, sprichwörtlich weitergehenden zwischenüberschrift (&#8220;Verwechslung nicht ausgeschlossen&#8221;) dann in einer wiederum aberwitzigen beschreibung gipfeln: &#8220;Zusätzliche Ermittlungen lassen es allerdings möglich erscheinen, dass eine Verwechslung vorliegt: Inzwischen haben die Ermittler den früheren Nachbarn der Zeugin vernommen. Er sagt aus, seine Frau sehe Beate Zschäpe ähnlich. Am Montag wurden den Beteiligten neue Akten ausgeteilt, darunter die Kopie eines Fotos der Nachbarsfrau. Die Aufnahme ist allerdings von ziemlich schlechter Qualität.&#8221; DENN: die schlechte fotoqualität war für die meisten verfahrensbeteiligten der sachstand VOR dem eigentlichen beginn dieses prozesstags.</p>
<p>dann wurde &#8211; auch weil die verteidiger der angeklagten u.a. dies bemängelt hatten &#8211; zu sitzungsbeginn mehrfach unterbrochen. in der folge wurden mehrfach weitere unterlagen verteilt bzw. am richtertisch zur einsicht für die anwälte und verteidiger ausgelegt. und ein paar stunden später wurde schließlich auch für zuschauer und journalisten ein von der bildqualität astreines foto projiziert, was eben für manch einen einen einzigen &#8220;haken&#8221; hatte: es stützt nicht annäherend die aussage des mutmaßlichen skins. dennoch entblödet sich das ZDF nicht, noch eine weitere &#8220;aussage&#8221; des vermeintlichen NSU-unterstützers thomas d. (der am 08. oktober übrigens kurz vor seiner desiree vor dem OLG erscheinen soll) in indirekter rede zum besten zu geben: &#8220;Auch gebe es in seinem Verwandten- und Bekanntenkreis Leute, auf die die Beschreibung von Böhnhardt und Mundlos passen könne.&#8221;</p>
<p><strong><strong>treibt offenkundige DDR-phobie zu mutmaßlich gezielten weglassungen?</strong></strong></p>
<p>auch der zu prozessbeginn über viele tage aufdringlichst mit einem buch zum mordfall peggy (wo er &#8211; anders als in sachen nsu &#8211; vielleicht wichtiges herausgearbeitet haben mag) hausierengehende, freie journalist christoph lemmer, der glaubt, die zeugin a. (anders als er es bei verfassungsschützer temme handhabt, der bei ihm konsequent &#8220;Andreas T.&#8221; gelistet wird) mit klarnamen nennen zu müssen***, gibt rätsel auf. er erwähnt nicht nur die &#8220;sieg heil&#8221; geschichte nicht: bei ihm findet sich nicht mal ein sterbenswörtchen davon, dass frau a. sich eben aufgrund der vermeintlich ominösen grabungen eines vermeintlich sich nicht gern in die karten schauen lassenden skins, schon vor dem vermeintlichen auftauchen des sog. terrortrios unwohl mit ihrer direkten umgebung fühlte.</p>
<p>dass er in den schilderungen der äußerungen ein klein wenig was durcheinanderbringt, mag zufall sein. dass er aber zum beispiel auch die geschichte mit dem wohnmobil an einer unlogischen stelle platziert und dann noch die aussage von a. hierzu mit einem &#8220;womöglich mit Zwickauer Kennzeichen&#8221; einschränkt, verwundert. ebenso das zufällig (?!) sinnentstellende oder zumindest verfälschende verkürzen und umplatzieren von zitaten oder auch das an falscher stelle gesetzte &#8220;erkennt&#8221;. wobei &#8211; letztlich verwunderte es uns bei diesem autoren doch nicht: der mann scheint (ausführlich dazu mal in einer separaten geschichte über die diversen akkreditierten kollegen und ihrem selbstverständniss) generell ein problem mit berufskollegen und anderen menschen zu haben, die sich gegen (neo)nazi-umtriebe/gegen rassismus aufstellen oder irgendwie im verdacht stehen, irgendetwas direkt oder indirekt mit der ehemaligen DDR zu verbinden. wohl auch deshalb reitet er fast noch dummdreister anmutend als die ausfälle von RA klemke (dem wohlleben-verteidiger), der die zeugin mit zuordnungen ins linksextreme spektrum vergeblich aus der fassung bringen wollte, auf einer (früheren) parteizugehörigkeit von frau a. in der DKP herum. freilich &#8220;vergisst&#8221; lemmer dabei zu erwähnen, dass das einerseits schnee von gestern war und andererseits frau a. dort seinerzeit &#8211; stichwort perestroika &#8211; wohl weil zu reformorientiert gar ausgeschlossen worden war.</p>
<p>aberwitzig wird der journalistenkollege aber erst gegen ende seines wie so oft oberflächlichen, von falschen wahrnehmungen, schiefen schlüssen gezeichneten textes: da tut er so, als ob frau a. 2006 das DKP wenn nicht an ihrer hauswand so doch zumindest an ihre stirn &#8220;tätowiert&#8221; war &#8211; wörtlich fabuliert er: &#8220;Es war eine Zeugin, die ohnehin schwierig war – denn es wäre eine außergewöhnliche Begebenheit, wenn die NSU-Terroristen eine ihrer Taten ausgerechnet in Sichtweite und Nachbarschaft einer einst hohen DKP-Funktionärin ausgeheckt hätten.&#8221; meint er ernstlich, dass menschen, die im verdacht stehen, an helllichten tagen in tendenziell belebten geschäften wie dem internetcafe in kassel oder an tatorten wie der trappentreustrasse in münchen (wo das auserkorene schlüsseldienstgeschäft unter anderem eine hochfrequentierte busstation vor der tür hatte) kaltblütig zu morden, sich darum scherten, rund um das eigentlich gut abgeschirmte grundstück in dortmund vorher die lebensläufe aller anwohner zu studieren?</p>
<p><strong>PS: BITTE folgen sie uns / folgt uns auch auf twitter <a href="https://twitter.com/das_ZOB">(twitter.com/das_ZOB</a>) und auf unserer trotz 299 fans dieser tage quasi resetetten und somit aktuell bei fast null fans stehenden facebookseite (<a href="https://www.facebook.com/dasZOB">www.facebook.com/dasZOB</a>) – und wer den einen oder anderen motivations- und unkostenabfederungseuro über hat: wirklich (!) unabhängige NSU-prozessberichterstattung können sie via Kt.Nr.: 5408979333, BLZ: 50010517 (IBAN DE78 5001 0517 5408 9793 33 – BIC INGDDEFF) sichern…</strong></p>
<p>* ein begriff, den sich übrigens der kollege des &#8220;neuen deutschland&#8221; von der vermeintlichen gerichtsreporterlegende gisela friedrichsen recht lautstark während der verhandlung erklären lassen musste. das &#8220;ND&#8221; war es denn auch, das zu den bekannten aussagen von frau a. und ihrem mann u.a. folgendes hinzutextet: &#8220;Der pensionierte Historiker bestätigt zwar, dass seine Frau im November 2011 von ihrem Verdacht gesprochen hat, er selbst kann sich an das in Frage stehende Geschehen auf dem Nachbargrundstück nicht erinnern.&#8221; &#8211; wie könnte er auch: er war zur fraglichen zeit wohl weder im haus, geschweige denn am fenster. er hat nach allem, was ausgesagt wurde, &#8220;nur&#8221; zu einem früheren zeitpunkt selber &#8220;nur&#8221; ihm dubios erscheinende grabungen gesehen und gehört. im &#8220;ND&#8221; steht ferner auch noch dies: &#8220;Die Zeugin glaubt, dass auf dem Nummernschild die Buchstaben C und A sowie ein Z zu lesen waren. C wie Chemnitz? Z für Zwickau? In beiden Orten haben Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt jahrelang unbehelligt gelebt. A deutet auf Augsburg hin.&#8221; &#8211; und das obwohl frau a. letztlich auf nachfrage götzls, nachdem das zunächst wirklich fast nicht klar wurde, erklärt hat, dass sie als ortskennzeichen ausschließlich das &#8220;z&#8221; in erinnerung habe. das c&amp;a sei auf dem gleichen nummernschild gestanden, also nicht für einen (weiteren/alternativen) ort, sondern als teil des individuellen kennzeichens&#8230;</p>
<p>** wo genüsslich die schiefe formulierung nur-in-meinem-kopf-hat-das-stattge&#8230; prangt, die offenkundig einzig eine betonung sein sollte, dass zeugin a. ja 2006 keine handfesten belege für tatsächliche verbrechen hatte, im sinne von bauchgefühl</p>
<p>*** für alle, die sich vielleicht fragen, warum wir zeugin a. abkürzen, temme ausschreiben und dies damit genau umgekehrt handhaben, als etwa der in blogwelten als bitterlemmer operierende kollege: weil temme (selbst richter götzl sieht das offenkundig zumindest ansatzweise ähnlich) nicht nur sogar staatlichen stellen offiziell tatverdächtig galt, sondern &#8211; wie die fünf in münchen angeklagten &#8211; noch immer im verdacht steht, zumindest (!) unmittelbar nach der tat das mordopfer gesehen und trotzdem geschwiegen zu haben; weil rund um den verfassungsschutz in der NSU-thematik unseres erachtens nicht das geringste verschleiert werden darf; und weil frau a. eben zunächst einmal nur eine zeugin (!) ist. noch dazu eine, die aufgrund ihrer generellen haltung wohl u.a. um ihre privatsphäre, wenn nicht gar repressalien von neonazis fürchten muss.</p>
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		<title>schluss machen mit maerchen von der unauffindbarkeit des trios</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 20:27:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nikore</dc:creator>
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		<description><![CDATA[die letzten tage im nsu-pozess &#8220;gehoerten&#8221; carsten s., jenem angeklagten, der bisher als einziger frei zu seinen verbindungen zu den beiden toten uwes und zur hauptangeklagten zschaepe aussagte. nicht nur wegen der geschichte mit der taschenlampe (mutmasslich wird dem &#8220;trio&#8221; &#8230; <a href="http://www.das-zob.de/schluss-machen-mit-maerchen-von-der-unauffindbarkeit-des-trios/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>die letzten tage im nsu-pozess &#8220;gehoerten&#8221; carsten s., jenem angeklagten, der bisher als einziger frei zu seinen verbindungen zu den beiden toten uwes und zur hauptangeklagten zschaepe aussagte. nicht nur wegen der geschichte mit der taschenlampe (mutmasslich wird dem &#8220;trio&#8221; ein weiteres verbrechen angelastet, bei dem 2000 ein mensch in nuernberg haette sterben koennen) wird zu seinen allerdings  unterm strich sehr selektiv wirkenden aussagen noch lange zu forschen sein. denn zum einen hat er bisher keineswegs die viel zitierte mordwaffe auch nur ansatzweise geschweige denn zweifelsfrei identifiziert, zum anderen ist da noch der fall mit der handynummer die einem nuernberger blumenhaendler gehoere und last but not least scheint allein schon der ablauf der geschilderten uebergabe der tschechischen pistole nicht stimmig. carsten s. will die beiden uwes zunaechst in ein chemnitzer cafe in einem kaufhaus begleitet haben, evtl. in eine galeria kaufhof, die da aber noch gar nicht eroeffnet war. und auch ein anderes grosses kaufhaus scheidet aufgrund der naeheren umstaende wohl aus &#8211; aufgrund der beschriebenen begebenheiten: 4 personen sitzen an einem tisch&#8230;wir kommen auf diese und andere fragwuerdigkeiten rund um carsten s. in absehbarer zeit zurueck.</p>
<p>heute dann standen die ersten nicht tatverdaechtigen zeugen im mittelpunkt. allesamt menschen, die beim zweiten mord in nuernberg am 13.06.2001 an abdurrahim oezuedogru entweder als polizei am tatort waren oder vor dem eintreffen der staatsdiener schuesse oder etwas aehnliches vernommen oder den ermordeten und oder vemeintliche taeter kurz zuvor noch gesehen hatten.</p>
<p>insb. eine anwohnerin hinterliess dabei mehr fragezeichen als davor ohnedies im raum standen. angeblich will sie von ihrem fenster die leiche gesehen haben, obgleich dies laut polizeiakten allein schon technisch absolut unmoeglich gewesen sein soll; vermeintlich soll sie in einer frueheren vernehmung behauptet haben namentlich zschaepe tage oder stunden vor dem mord in der naehe des tatorts gesehen zu haben; dann stellte eine verteidigerin der nebenklage fest, dass bestimmte vernehmungsunterlagen nicht in der umfangreichen akte waeren, was bundesanwalt diemer einmal mehr an sich abprallen liess. auch zu diesem komplex demnächst mehr von uns&#8230;</p>
<p>fuer heute erst mal nur zwei hinweise auf neuerliche ungeheuerlichkeiten seiten des staates. waehrend besagte zeugin mit begrifflichkeiten wie &#8220;das schneiderla&#8221; schon eine sehr spezielle geisteshaltung erkennen liess*, konnte man &#8211; als es galt einem pensionierten kriminalbeamten zu lauschen &#8211; als mensch mit einem mindestmass an empathie nur schwer laute aufschreie zurueckhalten. gefuehlt jede halbe minute auesserte sich der nuernberger norbert hahn abfaelligst ueber den vermeintlich mangelhaften ordnungssinn des ermordeten schneiders, dass sich sogar der tagesspiegel bemuessigt fuehlte, ein wenig kritik an solch einem auftreten zu auessern &#8211; freilich nicht ohne faelschlicherweise so zu tun, als haette richter goetzl diesem ueblen typen ernsthaft gemassregelt fuer solche die ohnedies schwer ertraeglichen bilder des blutueberstroemten toten kontakarierenden aussagen. denn wenn goetzl jemanden ermahnt sieht das anders aus! das konnte jeder im saal allein heute in mindestens vier faellen wieder beobachten. schon ein paar minuten nach dem obligaten feststellen der praesenz musste sich anwalt bliwier anschnauzen lassen, weil er nicht zuletzt vor dem hintergrund des aufgetauchten liebesbriefes der zschaepe diverse vorladungen anregte, die sich rund um die morde in kassel und dortmund ranken. der im deutschen mainstream seit vielen monaten viel zu selten genannte name temme spielt eine ebenso zentrale rolle wie ein anderer neonazi: thino brand. rund um jenen beweisantrag (der goetzl nicht nur aus formalen gruenden ein dorn im auge zu sein scheint) koennte endlich soviel belastendes gegen deutsche verfassungsschutzbehoerden auf den tisch kommen, dass sich keiner mehr trauen duerfte von pannenserien zu sprechen: naemlich weil offenkundig ist wie frueh der staat nahezu ueber jeden schritt und tritt des vermeintlichen (!) trios (heute wurde auch das sog. bekennenvideo gezeigt: stichwort VIER pantherkoepfegriff netzwerk&#8230;) informiert war&#8230; und noch mehr&#8230;</p>
<p>aber nicht nur bliwier wurde ausgebremst, goetzl beschimpfte unverholen auch manch tuerkischen rechtsanwalt, versuchte wie schon vergangene woche manche nebenklaeger foermlich laecherlich zu machen. und die deutsche pressemeute schweigt dazu oder haelt gar weiter steigbuegel, indem dieser offenkundig nicht nur in puncto zuhoeren ueberforderte richter gar noch bedauert wird, mit so vielen frageberechtigten im saal zurechtkommen zu muessen.</p>
<p>wie eingangs erwaehnt, wir werden die naechsten tage und wochen hier einiges nachtragen. bis dahin waere es eine wichtige geste, wenn sie uns mit einer kleinen spende an kto. 5408979333 &#8211; blz 50010517 mut zusprechen und sowohl diese seite aber insb. ach unsere twitter (@das_ZOB) oder unsere facebookseite (facebook.de/das_zob) weiterempfelen.wir senden naemlich unterschiedliches auf unterschiedlichen kanaelen. und vielleicht bald nurmehr fuer jene, die uns mit ein paar euro unterstuetzen &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*und wenn ihre heutige teilaussage halbwegs stimmt, sich zumindest fragen lassen muss, ob sie mit einem nichtbenachrichtigen von polizei und oder rettungskraeften nicht zumindest theoretisch in kauf genommen hat, dass ein vielleicht nicht direkt toter stirbt&#8230;</p>
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		<title>nsu-prozessauftakt: von fehlenden panthern, caren miosgas offenkundig fehlender arbeitseinstellung und fehlern im system</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 12:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nikore</dc:creator>
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		<description><![CDATA[#nsu-prozess &#8211; dürfen wir fragen? was ist von der berichterstattung vom montag zum ersten &#8220;prozesstag&#8221; bisher bei ihnen hängengeblieben? vielleicht die leider bei weitem nicht nur im boulevard aufgebauschte &#8220;frage&#8221;, ob der &#8220;teufel&#8221; (wie zschäpe in &#8220;bild&#8221; genannt wird, um &#8230; <a href="http://www.das-zob.de/nsu-von-fehlenden-panthern-caren-miosgas-fehlender-arbeitseinstellung-und-fehlern-im-system/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.das-zob.de/nsu-von-fehlenden-panthern-caren-miosgas-fehlender-arbeitseinstellung-und-fehlern-im-system/nsu_kein_gras/" rel="attachment wp-att-620"><img class="alignleft  wp-image-620" alt="nsu_kein_gras" src="http://das-zob.de/wp-content/uploads/2013/05/nsu_kein_gras.jpg" width="383" height="527" /></a>#nsu-prozess &#8211; dürfen wir fragen? was ist von der berichterstattung vom montag zum ersten &#8220;prozesstag&#8221; bisher bei ihnen hängengeblieben?</p>
<p>vielleicht die leider bei weitem nicht nur im boulevard aufgebauschte &#8220;frage&#8221;, ob der &#8220;teufel&#8221; (wie zschäpe in &#8220;bild&#8221; genannt wird, um ja schön davon abzulenken, wie tief verwurzelt übelster, mitunter sprichwörtlich brandgefährlicher rassismus in weiten teilen der vielzitierten &#8220;mitte&#8221; unserer gesellschaft ist) tatsächlich prada oder was auch immer an schicken klamotten trägt, kaugummi kaut, sich lasziv durchs haar fährt&#8230;?</p>
<p>oder haben sie hier und da z.b. vernommen, dass zschäpe der richterbank (demonstrativ) den rücken zugedreht haben soll? wenn sie daraus schlussfolgern, dass die hauptangeklagte z.b. den richtern formal &#8220;respekt&#8221; verweigerte, während dem &#8220;prozess irgendwie oder demonstrativ &#8220;abwesend&#8221; wirken wollte, dann liegen sie jedoch falsch, sind einer in ihren auswirkungen allerdings vergleichsweise banalen medialen halbwahrheit aufgesessen: denn das mit dem &#8220;falsch herum&#8221; stehen war nur der fall, solange u.e. sinnfrei lange fotografen und kamerateams für die &#8220;bilder der woche&#8221;, ach &#8220;die bilder des monats&#8221; wie es &#8211; uns irgendwie an &#8220;schtonk&#8221; erinnernd &#8211; irgendein ard/zdf-gesicht einzuordnen versuchte, rund eine halbe stunde (sic!) den prozessauftakt verzögern (!) durften. zschäpe zeigte lediglich der filmenden und fotografierenden medienmeute die sprichwörtlich kalte schulter &#8211; nicht den richtern. das muss man nicht gut finden, (selbsternannte) psychologen mögen da gerne daran herumdeuten &#8211; nur es ist in erster linie vor dem hintergrund, um was es hier gehen müsste, schlichtweg scheißegal, ob sich zschäpe bereitwillig filmen lässt oder nicht. ebenso wie die frage, was sie anhatte und wie ihre haare aussahen.</p>
<p>kurz nachdem die richter den saal betreten und die bildermacher des selbigen endlich verwiesen hatten, saß die hauptangeklagte jedenfalls formal völlig &#8220;richtig&#8221;!</p>
<p><strong>wer erwartet von vermeintlich kaltblütiger möassenmörderin reue?</strong></p>
<p>selbst wenn ihnen dieser und andere bedeutungsschwangere gossip der kollegen durch vernünftiges medienverhalten weitgehend erspart geblieben ist am montag: der &#8220;debatte&#8221; über die formal immerhin etwas näher dran am eigentlichen themengebiet liegende &#8220;frage&#8221;, ob die &#8211; älteres zitat aus dem &#8220;tagesspiegel&#8221; &#8211; &#8220;in der rechten Szene als &#8216;Diddlmaus&#8217; verniedlicht(e)&#8221; keine, noch keine, ein wenig oder wieviel reue auch immer zeigte, werden sie hingegen eher nicht entgangen sein, oder? abgesehen davon, dass zschäpe und die vier anderen mutmaßlich mehr oder minder tief in die sog. nsu-morde verstrickten mitangeklagten noch nicht einmal die anklage gegen sich hören mussten: wer hat insb. von der partnerin der &#8220;beiden uwes&#8221; etwas wie reue erwartet? wir nicht! wem sollte selbst eine explizite entschuldigung letztlich auch wirklich helfen? was geschehen ist, kann man nicht entschuldigen! niemals! was wichtig ist: die wirklichen hintergründe der tatmotive und täter- und mitwisser und oder anstifter- und oder dulderstrukturen zu ergründen, und alle (!) direkt und indirekt verantwortlichen zu benennen. und: alle direkt und indirekt verantwortlichen einer &#8220;gerechten&#8221; verurteilung zuzuführen. unter anderem!</p>
<p>wir reden hier schließlich von mehrfachem kaltblütigen mord, von gravierenden bombenattentaten, die noch viele weitere tote hätten fordern können &#8211; nicht von unfällen mit fahrerflucht, affekthandlungen oder ähnlichem! vor allem reden wir hier von taten, wo direkte und indirekte staatliche verstrickungen offensichtlich sind. und von einem fall, rund um den sich die masse der medienkollegen hierzulande schon seit monaten mit ablenkung, desinformation und oder verharmlosung disqualifiziert &#8211; zumindest wenn es eben um die frage nach direkter oder indirekter verantwortung des staates und oder teile seiner strukturen geht. diese fragen gehören keineswegs &#8220;nur&#8221; in untersuchungsausschüsse, sondern explizit in diesen prozess!</p>
<p><strong>verfassungsschützer am tatort, geschredderte akten sind KEINE panne!</strong></p>
<p>allein eine sich allzu zwingend aufdrängende zentrale frage rund um das sog. bekennervideo, in dem eindeutig rund um das&#8221;nsu-logo&#8221; vier und eben nicht &#8220;nur&#8221; drei &#8220;paulchen-panther-köpfe&#8221; kreisten und staatlicherseits trotzdem alle fast mantramäßig anmutend so tun, weil zwei tot und eine gefangen ist, der sog. nsu nicht mehr &#8211; auch nicht in teilen &#8211; existiere&#8230; &#8211; wann haben sie diese frage wo zuletzt thematisiert gesehen? auch die frage, was aus dem &#8220;verfassungsschützer&#8221; temme wurde, der nachweislich zeitgleich zu morden an tatorten war (stichwort: internetcafe), scheint nicht nur bei ard und zdf schon lange niemanden mehr zu interessieren &#8211; selbstzensur, vergesslichkeit, abgehakt?!? weil nicht sein kann, was nicht sein darf? weil irgendwer gerufen hat &#8220;falscher alarm&#8221;?!? und: warum geht eigentlich kein #aufschrei durch diese republik, wenn fast alle medien tagtäglich nur von &#8220;pannen&#8221; reden, wo u.a. gezieltes aktenschreddern nicht mal mehr abgestritten wurde, wieso wird so getan, als ob polizei und co. massenhaft &#8220;nur&#8221; auf dem rechten auge blind war, statt strukturellen rassismus tief in allen bereichen des staates aufzudecken?</p>
<p>die liste ließe sich sehr lange fortsetzen, doch im moment möchten wir ihren blick mal exemplarisch auf die &#8220;tagesthemen&#8221; vom vergangenen montag richten, die a) mit größerem zeitlichem abstand zum kurzfristig vertagten prozess berichten konnten (man also zeitlich bedingte oberflächlichkeiten/verkürzungen als fehlerquelle bzw. erklärung für ungereimtheiten vernachlässigen kann) und b) ja vielen hierzulande als besonders seriös und tiefgründig gelten. zu recht?</p>
<p>nehmen sie sich ein paar minuten zeit &#8211; surfen sie bitte &#8211; auch wenn sie es montag abend live gesehen haben sollten &#8211; kurz auf:</p>
<p>http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt4690.html</p>
<p>in minute drei ff wird u.e. der eindruck vermittelt, als ob der befangenheitsantrag der zschäpe-anwälte gegen richter manfred götzl quasi aus heiterem himmel kam. dabei wissen zumindest alle, die am montag im gerichtssaal waren, &#8211; spätestens seit dann &#8211; dass zumindest eineinhalb tage vor prozessbeginn selbiger befangenheitsantrag via fax beim gericht einging und somit zumindest theoretisch bereits am sonntag abgehandelt hätte werden können.</p>
<p><strong>sind für götzl justizbedienstete und polizisten &#8220;übermenschen&#8221;?</strong></p>
<p>vor allem wird der befangenheitsantrag in der ARD in einem zentralen punkt viel zu verkürzt wiedergegeben. es geht nämlich primär darum, dass die zschäpe-anwälte eine ungleichbehandlung von einerseits sich und andererseits richtern sowie vertretern der bundesanwaltschaft, polizeibeamten und justizbediensteten sehen. letztere müssten nämlich nicht wie die anwälte selbst unter anderem aufwendig auf waffen abgetastet und durchleuchtet werden. ein punkt, der bei objektiver betrachtung eben tatsächlich absolut widersinnig ist, da das gericht u.a. explizit damit begründet, dass die zschäpe-anwälte einerseits evtl. im zuge einer bedrohung ihrer familien erpressbar sein könnten und oder andererseits gar auch ohne zutun/wissen etwas von dritten zugesteckt bekommen könnten. das aber trifft eben auf jeden humanoiden zu, der den gerichtssaal betritt, oder ?</p>
<p>da die/&#8221;wir&#8221; deutschen u.e. leider absolut zu recht als besonders autoritätenhörig gelten, macht es für uns einen unterschied, wenn die ARD hier nun aber ausschließlich vermittelt, dass die zschäpe-anwälte kritisert haben sollen, dass sie selbst, &#8220;nicht aber Richter und Bundesanwälte&#8221; penibel untersucht würden &#8211; haben sie den unterschied entdeckt?! die kritik, dass u.a. auch polizeibeamte und sogar sonstige justizbedienstete anders als die verteidiger vor betreten des sitzungssaals behandelt werden, fällt völlig unter den tisch. warum?</p>
<p><strong>niemand hinterfragt vertagung um gleich eine woche</strong></p>
<p>dann ist vom off-kommentator noch lapidar zu hören, dass am nachmittag &#8220;plötzlich&#8221; die unterbrechung des prozesses für eine ganze woche erfolgte. sachlich richtig. jedoch: abermals keinerlei einordnung, dass es dem münchner senat, den kollegen von richter götzl durchaus möglich gewesen wäre, bereits am tag davor diese unterbrechung aktiv zu verhindern. stichwort unbearbeitetes fax. aber halt^^ &#8211; es war ja samstag abend, wer kann denn ahnen, dass bei dem sog. &#8220;jahrhudnertprozess&#8221; noch etwas vor prozessbeginn &#8211; also irgendwann zwischen freitag mittag und montag 10 uhr relevantes zu sichten sein könnte&#8230; &#8211; die münchner richter offenkundig nicht, das formulierten sie auch implizit im gericht.</p>
<p>auch keine silbe in den tagesthemen, dass es richter götzl möglich gewesen wäre, nur eine kurze unterbrechung anzuordnen, ggf. wenigstens nur dienstag vormittag ausfallen zu lassen&#8230; doch wie schon bei seinen gezielt anmutenden unrühmlichkeiten im sog. windhundverfahren was die presseakkreditierungen anging (vgl.: http://www.freitag.de/autoren/gsfrb/akkreditierungsanfragen-fuer-nsu-prozess), haben das OLG münchen und andere staatliche strukturen &#8211; wir wollen ja keine absicht unterstellen müssen^^ &#8211; offensichtlich zumindest abermals einiges auf die leichte schulter genommen, und somit u.e. sehenden auges u.a. dazu beigetragen, dass die hinterbliebenen der opfer nun ein zweites mal in direkter folge allein schon hinsichtlich zeitlicher abläufe vor den kopf gestossen werden.</p>
<p>es darf im kontext vertagung/befangenheitsantrag natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass es den verteidigern zschäpes und anderen jedoch durchaus recht sein dürfte, wie es nun wieder mit der weitern verzögerung kam. denn sie hätten wohl ihrerseits vor wochen ihre anträge nach erstem &#8220;feedback&#8221; u.a. des OLG, dass das zweierlei maß nochmal explizit zu adeln versuchte, ans bundesverfassungsgericht gehen können (wo ja die türkische zeitung sabah zu recht wegen der presseplatzvergabe klagte). oder die anwälte hätten wenigstens das mit dem am montag im gericht auf ausdrückliche richterliche aufforderung (sic!) lang und breit verlesenen befangenheitsantrag identische beschwerdefax nicht erst samstag abend übermitteln müssen&#8230;</p>
<p><strong>warum fragten sie bei interviewpartner aus eigenem haus </strong><strong>nicht nach, frau miosga?</strong></p>
<p>zurück zu den kleineren absonderlichkeiten, die aber eben jede für sich zeigen, wie zumindest oberflächlich und tendenziell staatsnah z.b. (!) die ARD mit selbst vergleichsweise banaleren fragen umgeht: nach dem &#8220;beitrag&#8221; folgte nämlich ein liveinterview zwischen caren miosga und &#8220;experte&#8221; frank bräutigam (vgl. minute 4.50 ff)! abgesehen davon, dass miosga nun warum auch immer nurmehr von taschenkontrolle sprach (während es tatsächlich unter anderem um intensivste leibesvisitation geht, die wir aus sicherheitsgründen tendenziell sehr angezeigt sehen, aber u.e. eben konsequenterweise tatsächlich bei JEDEM der zugang zum gebäude hat!), hat sie bräutigam klipp und klar gefragt, warum *nur* die verteidigeranwälte beim einlass wie auch immer untersucht werden &#8211; im umkehrschluss war also eine erhellende antwort zu erwarten, warum eben nicht z.b. u.a. bundesstatsanwaltschaft das gleiche prozedere wie zschäpes anwälte erfahren sollen. warum gab es auch darauf nicht mal ansatzweise eine antwort, herr bräutigam? warum fragten sie nicht nach, frau miosga?</p>
<p>wir könnten jetzt noch viel über den ersten tag schreiben: nicht nur über medienkollegen, sondern u.a. über die hintergründe der faktischen und gewünschten verteidiger insb. von ralf wohlleben, von denen u.a. mutmassliche hakenkreuze als kalligraphische besonderheiten &#8211; um es euphemistisch zu sagen &#8211; &#8220;dargestellt&#8221; werden; über das teils nicht gerade zimperliche, oft nicht mal ansatzweise respektvolle verhalten von polizisten vor dem gericht (etwa schon durch gängelung von drei brav und leise bereits vor 8 uhr morgens gegenüber dem gericht mit zwei protestplakaten wartenden demonstranten, die den lässlichen fehler begangen, sich nicht gleich explizit und eindeutig der für 8 uhr offiziell angemeldeten antirassismus-demo zuzuordnen); von ominöserweise gänzlich fehlenden straßensperren vor dem gericht; darüber, dass richter götzl bei der vereidigung türkischer dolmetscher tatsächlich mehrfach auf eine religionsfloskel a la &#8220;so wahr mir gott helfe&#8221; spekulierte und sich nicht mal die mühe machte, ausländische namen halbwegs ordentlich auszusprechen oder wenigstens bei der anrede herr/frau nicht danebenzuliegen; oder wie sich die von vielen medien gar gänzlich unerwähnten (neben zschäpe und wohlleben) weiteren (drei) angeklagten am montag verhalten haben bzw. wer diese überhaupt sind&#8230;</p>
<p><strong>bitte ermöglichen sie kontinuierliche und unabhängige prozessbeobachtung</strong></p>
<p>all das und noch viel mehr, eben u.a. vor allem über die berechtigten ansprüche der nebenkläger an diesen prozess, die hoffentlich auch mit unserer medialen begleitung zumindest mittelfristig ein wenig mehr licht ins dunkel der staatlichen verstrickung bringen mögen, werden wir versuchen, alsbald stück für stück nachzuliefern. doch dazu brauchen wir DRINGEND IHRE/DEINE HILFE &#8211; JETZT!</p>
<p>!supporte(t) bitte eine unabhängige und vor allem auch fortwährende journalistische PROZESSBEOBACHTUNG! du musst/sie müssen dafür nicht zwingend auch nur einen müden cent locker machen, aber zumindest BITTE &#8220;LIKE&#8221; DIREKT BEI STARTNEXT unser &#8220;projekt&#8221; und TEILE BITTE UNSEREN AUFRUF, sprecht freunde und bekannte an, dass auch sie uns bitte möglichst umgehend ein &#8220;like&#8221; bei startnext geben (das kann ja sogar nach außen hin anonym erfolgen&#8230;!), auf dass wir ganz bald in die dringend nötige finanzierungsphase kommen. hinter uns steht kein verlag, keine politische organisation gleich welcher couleur &#8211; daher sind wir auf spenden von menschen angewiesen, denen wie uns an einer weitgehend aufklärung gelegen ist; daran, dass dieses land nicht so tut, als ob rassismus in deutschland kein gesellschaftliches problem wäre&#8230;</p>
<p><a href="http://www.startnext.de/nsu-prozessbeobachter/">http://www.startnext.de/nsu-prozessbeobachter/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>rosemarie f.: tod nach zwangsraeumung &#8211; &#8220;mord durch die staatsgewalt&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 07:41:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nikore</dc:creator>
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		<description><![CDATA[wir sind sprichwoertlich fassungslos: rosemarie f. ist tot! die vorgestern zwangsgeraeumte [zur vorgeschichte vgl.: www.das-zob.de/thema-zwangsraeumung-tagesspiegel-hetze-ueber-unzumutbare-menschen] berlinerin ist gestern abend in einer waermestube leblos aufgefunden worden. aktivisten sprechen &#8211; auch und gerade wenn die offizielle obduktion selbstmord zu tage foerdern sollte &#8230; <a href="http://www.das-zob.de/rosemarie-f-tod-nach-zwangsraeumung-mord-durch-die-staatsgewalt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="id_5167b93ad659d6f73865067"><a href="http://www.das-zob.de/rosemarie-f-tod-nach-zwangsraeumung-mord-durch-die-staatsgewalt/rosemarie/" rel="attachment wp-att-544"><img class="alignleft size-medium wp-image-544" alt="rosemarie" src="http://das-zob.de/wp-content/uploads/2013/04/rosemarie-300x141.jpg" width="300" height="141" /></a>wir sind sprichwoertlich fassungslos: rosemarie f. ist tot! die vorgestern zwangsgeraeumte [zur vorgeschichte vgl.: <a href="http://www.das-zob.de/thema-zwangsraeumung-tagesspiegel-hetze-ueber-unzumutbare-menschen" target="_blank" rel="nofollow nofollow">www.das-zob.de/thema-zwangsraeumung-tagesspiegel-hetze-ueber-unzumutbare-menschen</a>] berlinerin ist gestern abend in einer waermestube leblos aufgefunden worden. aktivisten sprechen &#8211; auch und gerade wenn die offizielle obduktion selbstmord zu tage foerdern sollte &#8211; u.e. absolut nachvollziehbarerweise von &#8220;Mord durch die Staatsgewalt&#8221;  &#8211; vgl. den bericht eines menschen der rosemarie als einer der letzten lebend sah: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=XakzIMgYObs" target="_blank" rel="nofollow nofollow">http://www.youtube.com/watch?v=XakzIMgYObs</a></div>
<div>zum weiteren hintergrund: <a href="http://leftvision.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=292%3Azwangsraeumung-von-rosemarie-mit-grosseinsatz-der-polizei-durchgesetzt-reinickendorf&amp;catid=9%3Arechtaufstadt&amp;Itemid=13">http://leftvision.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=292%3Azwangsraeumung-von-rosemarie-mit-grosseinsatz-der-polizei-durchgesetzt-reinickendorf&amp;catid=9%3Arechtaufstadt&amp;Itemid=13</a></div>
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		<title>tagesspiegel hetzt gegen anti-buschkowsky-aktivisten</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 16:24:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[tagesspiegel! koennt ihr eigentlich ohne euch endgueltig zu outen *irgendwie* erklaeren, warum ihr diesen HETZER und DESINFORMANTEN (erneut) als &#8220;streitbaren Bezirksbürgermeister&#8221; verharmlost, eine nachricht ohne den kern der nachricht (naemlich wogegen sich der protest richtete, wo doch latstark gestoert wurde, &#8230; <a href="http://www.das-zob.de/tagesspiegel-hetzt-gegen-anti-buschkowsky-aktivisten/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>tagesspiegel! koennt ihr eigentlich ohne euch endgueltig zu outen *irgendwie* erklaeren, warum ihr diesen HETZER und DESINFORMANTEN (erneut) als &#8220;streitbaren Bezirksbürgermeister&#8221; verharmlost, eine nachricht ohne den kern der nachricht (naemlich wogegen sich der protest richtete, wo doch latstark gestoert wurde, wird doch irgendwer eine botschaft aufgeschnappt haben) bringt  und &#8211; wenn auch von fr. christmann sichtlich hastig getippt (wortdopplung), um nicht zu sagen zusammengeschmiert &#8211; mit einem schlussatz a la &#8220;Es gab es keine Festnahmen.&#8221; garniert?</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/neukoelln-arcaden-buschkowsky-lesung-wegen-protesten-abgebrochen/7931898.html" target="_blank" rel="nofollow nofollow">http://www.tagesspiegel.de/<wbr />berlin/polizei-justiz/<wbr />neukoelln-arcaden-buschkowsky-l<wbr />esung-wegen-protesten-abgebroc<wbr />hen/7931898.html</a></p>
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